Trauer um Sascha (†43)Nach Phantasialand-Drama: Spendenaktion mit riesigem Erfolg

Achterbahn Taron fährt durch das Phantasialand, Blick von unten.

Bei Arbeiten an der Achterbahn Taron (hier ein Symbolfoto) starb der 43-jährige Mitarbeiter des Phantasialand.

Der Phantasialand-Mitarbeiter (†43), der an der Achterbahn Taron ums Leben gekommen ist, hinterlässt eine Ehefrau. Für sie wird nun Geld gesammelt.

von Thomas Werner (tw)

Der Fall hat für Entsetzen gesorgt – und ist für die Familienmitglieder kaum zu verarbeiten. Am Montag (25. März 2024) ist bei Wartungsarbeiten an der Achterbahn Taron ein 43-jähriger Mitarbeiter des Phantasialand ums Leben gekommen (EXPRESS.de berichtete).

Zwei Tage später, am Mittwoch (27. März), haben sich nun erstmals Familienmitglieder öffentlich geäußert. Die Schwäger des Opfers (Brüder seiner Ehefrau) haben auf der Plattform „Gofundme“ eine Spendenaktion ins Leben gerufen – für die Ehefrau des Verstorbenen.

Tod im Phantasialand: Spendenaktion für Witwe, Schwäger melden sich zu Wort

„Am 25. März 2024 änderte sich das Leben für unsere Schwester drastisch. Sie muss gerade das durchleben, wovor sich jeder von uns fürchtet“, schreiben die Brüder emotional. „Zwei Polizeibeamte steigen aus dem Streifenwagen und überbringen die schreckliche Nachricht. Sascha wird nicht mehr nach Hause kommen.“

Alles zum Thema Phantasialand

Ein Verlust, der mit Geld nicht zu ersetzen ist. Trotzdem: Geldsorgen sind das Letzte, was eine trauernde Witwe jetzt gebrauchen kann. 20.000 Euro sollen gesammelt werden, schon nach einem Tag sind etwa 17.000 Euro gespendet worden (Stand 28. März, 10.50 Uhr).

Hier an unserer EXPRESS.de-Umfrage teilnehmen:

Die Brüder bitten um Unterstützung: „Vor ein paar Jahren haben sich die damals frisch Verheirateten den Wunsch vom Eigentum verwirklicht. Jedoch wurde durch die Eigentümergemeinschaft kürzlich beschlossen, dass eine Fassadendämmung ansteht.“ Kosten, die ohne das Gehalt des Opfers nun nicht mehr zu stemmen sind. „Die Befürchtung besteht, das gemeinsam Aufgebaute zu verlieren.“

Wie EXPRESS.de berichtet hatte, stand der 43-Jährige mehr als zehn Jahre beim Phantasialand unter Vertrag. „Taron“, die Achterbahn, die ihn schließlich das Leben kostete, galt als sein „Baby“. Als Mitglied der Technik-Abteilung war er seit Beginn der Bauarbeiten (2016 eröffnet) involviert gewesen.

Hier lesen: Nach Todesdrama im Phantasialand – Park verkündet überraschende Entscheidung

„Jede Schraube kannte er. Mit Leidenschaft erzählte er immer, voller Stolz, von seiner Arbeit. Die Leidenschaft war nur schwer zu übersehen“, heißt es in der Spendenaktion.

Am Montag, gegen 15 Uhr, wurde die Leidenschaft zur tödlichen Gefahr. Der 43-Jährige wurde bei Wartungsarbeiten von der Achterbahn erfasst und tödlich am Kopf verletzt. Die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks laufen im Hintergrund weiter.

Einige Spenderinnen und Spender haben in der Kommentarspalte Worte des Abschieds hinterlassen: „Ein lieber Kollege und toller Mensch ist von uns gegangen“, schreibt dort ein Paar. „Keine Worte können den Schmerz erträglicher machen. Dennoch möchten wir helfen und unsere Anteilnahme ausdrücken.“

Auch das Phantasialand selbst hatte sich bereits mit emotionalen Worten geäußert. „Wir sind von diesem tragischen Arbeitsunglück zutiefst erschüttert. Unsere Gedanken sind ganz nah bei der Familie unseres verunglückten Mitarbeiters, der wir von Herzen unser tiefstes Mitgefühl aussprechen“, erklärte der Park nach einer EXPRESS.de-Anfrage.

Für die Familie wird nun nichts mehr sein, wie es einmal war. „Zurück bleiben eine trauernde Ehefrau, Tochter, Enkelin und weitere trauernde Familienmitglieder“, heißt es in der Anzeige. „Alle hatten gemeinsame Pläne für die Zukunft. Von einem auf den anderen Moment ist alles anders.“