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PhantasialandDrama auf Taron: Kölner Staatsanwältin mit Update – ist dieses Detail erster Hinweis?

Blick von schräg oben auf die Achterbahn Taron im Phantasialand.

Die Ermittlungen zum Tod des Mitarbeiters im Phantasialand laufen. Im Zuge des Todesermittlungsverfahrens wurde auch die Obduktion des Toten angeordnet. Das Symbolfoto zeigt die Themenwelt Mystery und die Achterbahn Taron.

Das Unglück im Phantasialand beschäftigt jetzt die Kölner Staatsanwaltschaft: Was genau führte zum Tod des Mitarbeiters an der Achterbahn Taron?

von Thomas Werner (tw)

Was führte zum Tod des Phantasialand-Mitarbeiters, der am Montag (25. März 2024) bei Wartungsarbeiten an der Achterbahn „Taron“ ums Leben kam?

Diese Frage stellen sich viele Außenstehende – und natürlich auch die Kölner Staatsanwaltschaft. Gegenüber EXPRESS.de hat Staatsanwältin Stefanie Beller nun ein erstes Update zum Fall gegeben. „Es läuft ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren“, sagt Beller am Freitag (29. März) im Gespräch.

Phantasialand: Todesfall an Taron beschäftigt jetzt die Kölner Staatsanwaltschaft

Heißt: Unter anderem durch die Obduktion des Toten (†43) soll ermittelt werden, ob ein Fremdverschulden in Betracht kommt. Die Obduktion soll bereits erfolgt sein, allerdings liegen die Ergebnisse noch nicht vor. „Auch die Befragung der Zeuginnen und Zeugen ist noch nicht abgeschlossen“, so Beller zu EXPRESS.de.

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Die wichtigste Frage: Könnte menschliches Versagen zum Tod des 43-Jährigen geführt haben? Und wenn ja, von wem?

Hier lesen: Phantasialand mit emotionaler Aktion nach Taron-Unglück

Laut Informationen von EXPRESS.de sollen Zeugen ausgesagt haben, dass der sogenannte „Dispatch Tone“, der die Arbeiter an der Achterbahn vor einer einfahrenden Bahn (z.B. bei einer Testfahrt) warnt, kurz vor dem Unglück an Taron nicht erfolgt sein. Das Todesopfer, das gerade dabei war, Magnetbremsen der Bahn zu überprüfen, hätte demnach keine Chance gehabt.

Ein Hinweis auf einen menschlichen Fehler? Oder zu einem technischen Defekt? Die Staatsanwaltschaft macht zu den Inhalten der Zeugengespräche keine Angaben. In der neuen Woche soll es allerdings erste Anhaltspunkte geben, ob die Möglichkeit eines Fremdverschuldens weiter verfolgt wird.

Am Montag um 14.48 Uhr war der 43-Jährige während der Arbeit an Taron von einer Bahn erfasst und tödlich am Kopf verletzt worden. 15 andere Teammitglieder sollen vor Ort gewesen und später psychologisch betreut worden sein.

Die Schwäger des Toten (Brüder seiner Ehefrau) hatten kurz darauf ein Spendenkonto für das Phantasialand-Opfer eingerichtet, auf dem bisher mehr als 21.000 Euro eingegangen sind (Stand 29. März, 14 Uhr).

Der Brühler Freizeitpark selbst hatte sich einen Tag nach dem Unglück mit emotionalen Worten an die Öffentlichkeit gewandt. Am geplanten Saisonstart am Donnerstag (28. März) hielt das Phantasialand fest, ehrte den Verstorbenen allerdings mit Schweigeminuten ab 14.48 Uhr.