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Nach Covid-ErkrankungSie war Postbotin mit Leib und Seele – jetzt kann Katharina (28) kaum noch stehen

Katharina trägt die Uniform der Deutschen Post.

Katharina (28) war Postbotin, liebte ihren Beruf sehr. 

Sie war fit, sportlich – doch jetzt ist Katharina (28) auf fremde Hilfe angewiesen. Ihr Schwager erzählt vom Leidensweg der ehemaligen Postbotin und warum er für sie Spenden sammelt. 

von Iris Klingelhöfer (iri)

Sie muss hoch dosierte Schmerzmedikament nehmen, hat starke Gedächtnislücken, kann kaum mehr stehen und ist auf einen Rollstuhl angewiesen: Nach einer Corona-Erkrankung im Dezember 2020 ist für Katharina (28) und ihre Familie nichts mehr wie es war. 

Die 28-Jährige, die ihren Job als radelnde Postbotin liebte und passionierte Einradfahrerin war, kriegt ihren Alltag ohne fremde Hilfe nicht mehr bewältigt. Erst Anfang 2024 sei überhaupt diagnostiziert worden, woran Katharina leidet, erzählt ihr Schwager Christoph Merkel (40) am Mittwoch (8. Mai 2024) im Gespräch mit EXPRESS.de. 

Ehemalige Postbotin braucht Hilfe – Schwager mit Aktion auf Gofundme

„Heute wissen wir, dass es sich um ME/CFS, chronisches Fatigue-Syndrom, handelt“, sagt er. Das Syndrom ist eine typische Begleit- oder Folgeerscheinung von schweren Krankheiten, wie Covid oder Krebs. 

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Katharina, deren Beruf vom direkten Kundenkontakt lebte, war Ende 2020 am Ursprungstyp von Covid-19 erkrankt. Sie war geimpft, doch es dauerte Monate, bis sie sich wieder erholte. Im Mai 2021 konnte sie wieder arbeiten. Ihr Schwager: „Sie ist ein ganz bescheidenes Mädchen und war stolz, bei der Deutschen Post zu sein.“ 

Katharina liegt im Bett.

Katharina (28) leidet unter ME/CFS (chronisches Fatigue-Syndrom)

Doch im Frühjahr 2022 bekam die junge Postbotin plötzlich Fieber und fiel beim Fahrradfahren in Ohnmacht. „Es war ein heißer Tag, wir dachten erst, es läge daran“, erzählt ihr Schwager Christoph. Doch für Katharina sollte ein langer Leidensweg beginnen.

Spendenaktion für Katharina (28) – altes Auto hat Geist aufgegeben

Das Fieber kam in Schüben zurück. Sie wurde medizinisch auf den Kopf gestellt, nichts gefunden, dann „lediglich“ eine psychische Erkrankung vermutet – bis schließlich, nachdem ihr Ehemann Daniel selbst recherchiert hatte, bei der 28-Jährigen ME/CFS diagnostiziert wurde. 

„Inzwischen können die Fieberschübe täglich kommen“, erklärt der Schwager. Auch würde Katharina teilweise Morphium erhalten, um ihr die Schmerzen zu nehmen. Für seine Schwägerin hat Christoph jetzt über Gofundme eine Spendenaktion gestartet. Denn die 28-Jährige und ihr Mann leben im eher ländlichen Swisttal (Rhein-Sieg-Kreis), rund 35 Kilometer von Köln entfernt, und sind auf ein Auto angewiesen.  

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Doch ihr alter Renault-Kombi, in den Katharinas Rollstuhl kaum reinpasste, hat den Geist aufgegeben. Mobil zu sein, ist aber wichtig, da die junge Frau engmaschig unter anderem von diversen Fachärzten und Physiotherapeuten betreut werden muss. 

Daniel schiebt seine erkrankte Frau in einem Rollstuhl.

Katharina (28) ist inzwischen weitgehend auf einen Rollstuhl und Ehemann Daniel angewiesen.  

Mit den Spenden über Gofundme möchten Katharina und ihr Mann sich einen gebrauchten Pkw kaufen. Dank dieser Plattform wurde bereits erfolgreich Geld, unter anderem für die Witwe des tödlich verunglückten Phantasialand-Mitarbeiters, gesammelt.

Das Paar liebäugelt mit einem „Renault Kangoo“, den es gebraucht für rund 13.000 Euro gibt. „Aufgrund der gesundheitlichen Lage von Katharina ist das für sie und ihren Mann eine Investition, die sie nicht so einfach schultern können“, erklärt Schwager Christoph. 

Mit seinem Spendenaufruf bittet er auf Unterstützung: „Heute ist Katharina 28 Jahre alt und sollte in einer Lebensphase sein, in der sie nicht an Rollstühle oder rollstuhlgerechte Fahrzeuge denken sollte. Wir hoffen, ihr damit einige Sorgen nehmen zu können und so den Grundstein zu legen, dass sie in ferner Zukunft wieder mehr am Leben teilhaben kann.“