Seit September 2025 gammelt und schimmelt der Wohnkomplex in Köln-Flittard vor sich hin. Jetzt gibt es neue Probleme.
Mutter (42) verzweifeltWohnungsdrama in Köln immer schlimmer: „Es ist grausam“
Autor
Aktualisiert
Die Wohnhäuser in der Eduard-Heis-Straße in Köln-Flittard sind seit September 2025 in einem desolaten Zustand (EXPRESS.de berichtete).
Bisher waren hauptsächlich die Hausnummern 7 und 9 betroffen. Jetzt blüht der Schimmel auch in Hausnummer 5. Dort wohnen aktuell noch sieben Personen – unter anderem Stephanie Hartel (42) mit ihren Kindern. Sie sucht verzweifelt nach einer bezahlbaren Alternative, findet aber derzeit nichts.
„Meine Kinder und ich sind wegen der feuchten Wände permanent krank“
„In der Wohnung ist es feucht, überall ist der Schimmel. Meine Kinder und ich sind wegen der feuchten Wände permanent krank“, erzählt Hartel gegenüber EXPRESS.de.
„Im Kinderzimmer, in der Diele, im Bad, im Flur, in der Küche – es gibt keinen Raum ohne Schimmel. Es ist grausam. Sogar die Rückseite eines neuen Schranks ist schon vom Schimmel befallen“, so die 42-Jährige.
Der bekannte Kölner Miet-Rebell und Aktivist Kalle Gerigk hat sich bereits eingeschaltet und kämpft für die Betroffenen. Er fordert die Stadt auf, schnell Wohnungsalternativen zur Verfügung zu stellen. „So geht das nicht weiter! Alle die da noch wohnen, sind oder werden krank“, ist Gerigk fassungslos über die Situation vor Ort.
Die ganze Misere begann 2023. Der gesamte dreistöckige Komplex sollte saniert werden. Auch das Dach wurde abgerissen. Dann ging allerdings das Geld aus. Laut EXPRESS.de-Informationen ist die Eigentümerin insolvent. Ein Insolvenzverwalter wurde eingeschaltet, die Arbeiten unterbrochen. Seitdem sind bereits viele Mieter und Mieterinnen freiwillig ausgezogen.

Copyright: Kalle Gerigk
Der Wohnkomplex in Köln-Flittard schimmelt und gammelt vor sich hin.
Nach der Berichterstattung rückten im November 2025 Arbeiter an. „Auf dem Dach der Hausnummer 9 wurde ein Schutzdach gesetzt. Auf Hausnummer 7 wurde hingegen kein Schutzdach installiert. Seit Dezember sind keine weiteren Arbeiten erfolgt“, erklärt Kalle Gerigk.
Heißt im Klartext: Teilweise fehlt ein Dach! Also kein Wunder, dass die Wände nass sind. In allen Wohnungen ist die Feuchtigkeit zu spüren.
Eine Sprecherin der Stadt Köln teilt dazu mit: „Die Wohnungsaufsicht hat im Objekt mit der Hausnummer 5 für einzelne Wohnungen geprüft, ob hier analog zum Vorgehen in den Häusern mit der Hausnummer 7 bis 9 einzuschreiten ist. Dies war bislang nicht der Fall und es liegt keine Unbewohnbarkeit vor.“
Weiter heißt es: „Es ist zutreffend, dass vonseiten der Wohnungsaufsicht an drei Mietparteien in den Häusern mit den Hausnummern 3 und 5 ein Schreiben verschickt wurde. Sie wurden darauf hingewiesen, dass bei weiteren Problemen in deren Wohnung voraussichtlich kein Ansprechpartner auf Seiten der Eigentümerin zur Verfügung steht und es daher durchaus ratsam ist, auch einen Umzug in Betracht zu ziehen. Dieser Wohnraum muss aber in Eigeninitiative beschafft werden.“
Für Stephanie Hartel sind das erstmal keine guten Nachrichten. Die 42-jährige Mutter wird weiter selbst nach einer neuen Bleibe suchen müssen.


