17.000 Grundschulkinder, begleitet von 3000 Erwachsenen, wollen Geschichte schreiben. Beim Projekt „Schwemme künne“ im Rhein-Energie-Stadion will man den Sprung ins Guinness-Buch schaffen.
Das gab’s noch nie im FC-StadionWeltrekord hat einen wichtigen Hintergrund

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„Schwemme künne.“ Unter diesem Motto steht ein Weltrekord, der im Rhein-Energie-Stadion aufgestellt wird. Die Räuber, Henning Krautmacher und der 1. FC Köln sind am Projekt beteiligt.

„Wenn es uns dadurch gelingt, auch nur ein einziges Kinderleben zu retten, dann ist es die ganze Sache wert.“ Ex-Höhner-Frontmann Henning Krautmacher war schnell bereit, bei einem ganz besonderen Vorhaben zu helfen, als er die Hintergründe erfuhr.
Seit knapp einem Jahr gibt es das Projekt Mobi. Das mobile Schwimmbad mit einer Beckentiefe von 1,30 Metern soll Kindern und auch älteren Menschen dabei helfen, schwimmen zu lernen. „Als ich das Objekt von innen gesehen habe, war ich überwältigt“, sagt der Musiker.
Weltrekord-Konzert steigt am 3. Juli im Rhein-Energie-Stadion
Über 20 Prozent der unter Zehnjährigen können nicht schwimmen. Dieser Anteil hat sich im Vergleich zu 2017 verdoppelt. Aufgrund fehlender Bäder können 25 Prozent der Grundschulen keinen Schwimmunterricht anbieten. In einigen Veedeln der Stadt können auch viele Eltern nicht schwimmen.
Der Förderverein der Sparkasse KölnBonn unterstützt die Initiative deshalb mit 3,5 Millionen Euro, um Mobi zunächst für fünf Jahre zu betreiben. Das transportable Schwimmbad besteht aus drei Containern und stand bereits an Grundschulen in Bocklemünd und Mülheim, wo rund 1000 Kinder Kurse nutzen konnten.
Das Projekt entwickelt sich zu einem großen Erfolg, doch der Kreissportbund Düren, der für die Koordination zuständig ist, möchte noch mehr. „Wir wollen Aufmerksamkeit im Land NRW und sogar bundesweit wecken“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Schmitz. „Es geht uns darum, ein Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung zu setzen. Denn letztlich wollen wir versuchen, dass jedes Kind im Land schwimmen lernen kann.“
Gemeinsam soll deshalb am 3. Juli 2026 ein Weltrekord umgesetzt werden. Um 11 Uhr sollen 17.100 Grundschulkinder, begleitet von 3000 Erwachsenen, im Rhein-Energie-Stadion Geschichte schreiben. Dort soll dann das größte Kinderkonzert stattfinden, um für einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde zu sorgen.

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Das mobile Schwimmbad Mobi stand bereits auf dem Rudolfplatz. Jetzt kommt es ins Rhein-Energie-Stadion, begleitet von einem Räuber-Konzert.
Die Räuber, die das Mobi-Projekt von Anfang an begleitet und den Song „Schwemme künne“ geschrieben haben, werden ein 60-minütiges Konzert spielen. „Wir sind sehr glücklich, dabei sein zu dürfen“, sagt Gitarrist Andreas „Schrader“ Dorn. Die Band spielt regelmäßig Kinderkonzerte. Diese Größenordnung hat sie aber natürlich auch noch nicht erlebt.
Auch der 1. FC Köln unterstützt den Weltrekordversuch. „Bevor hier ein anderes Tier als der Geißbock steht, nämlich das Maskottchen Mobi, da muss etwas passieren“, sagt Präsident Jörn Stobbe lachend. „Als Vater von fünf Kindern liegt mir das Thema am Herzen. Ich hatte selbst eine Großmutter, die nicht schwimmen konnte, es aber immer verheimlicht hat.“

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Im 3 mal 13 Meter großen Becken mit Gegenstromanlage können die Kinder schwimmen lernen.
Als Gäste werden auch die Cheerleader des 1. FC Köln und der Kinderchor Lucky Kids dabei sein. Krautmacher hat über seine Kontakte zum Circus Roncalli Vladimir Georgievsky alias Professor Wacko für eine Trampolinnummer gewinnen können. Zudem wird Comedy-Akrobat Georg Leiste dabei sein. „Die ganze Aktion wird spektakulär“, ist sich der Sänger sicher.
Ministerpräsident Hendrik Wüst wird ebenso wie Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester beim Weltrekord im FC-Stadion sein. Am 1. Juli wird das mobile Schwimmbad ins Stadion gebracht und vor der Westtribüne aufgebaut. „Kinder ertrinken leise. Deshalb ist das ein absolutes Herzensprojekt für uns“, sagt Gero Wiesenhöfer vom Förderverein der Sparkasse KölnBonn.
