Nach einem Bombenfund in Köln-Klettenberg musste die Gefahrenzone evakuiert werden. 8.400 Menschen waren betroffen. Die Entschärfung erfolgte nach Mitternacht.
Einsatz bis in die NachtTausende mussten raus – Bombe in Klettenberg entschärft
Aktualisiert
In Köln-Klettenberg ist am Donnerstagnachmittag (4. Dezember) eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Von der anschließenden Evakuierung waren rund 8.400 Menschen betroffen. Erst nach Mitternacht gab es grünes Licht für die Entschärfung, die gegen 0.40 Uhr als abgeschlossen gemeldet wurde.
Aufatmen für die betroffenen Menschen, die zu der späten Stunde endlich zurück in ihre Wohnungen und Häuser kehren konnten. Auch sämtliche Sperrungen wurden schrittweise aufgehoben.
Die Zehn-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder war am Donnerstag (4. Dezember) bei Sondierungsarbeiten im Klettenbergpark in Nähe der Nasse-/Luxemburger Straße entdeckt worden.
Der endgültige Gefahrenbereich wurde vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) mit einem Radius von 500 Metern festgelegt. Der erste Klingelrundgang war bereits gegen 20.40 Uhr abgeschlossen.
Um den Evakuierungsbereich per Wärmebild zu überwachen, hatte die Feuerwehr im entsprechenden Bereich eine Drohne eingesetzt.

Copyright: Stadt Köln
Die Karte zeigt den Evakuierungsradius für die geplante Bombenentschärfung in Köln-Klettenberg.
In der Anlaufstelle für Evakuierte in der Gesamtschule Lindenthal hielten sich rund 420 Personen auf, wie die Stadt Köln meldete. Insgesamt mussten 66 kranke oder gehbehinderte Personen mit Krankentransporten aus dem Evakuierungsbereich und nach der Entschärfung wieder zurückgebracht werden.

Copyright: Kliche
Nach einem Bombenfund in Köln-Klettenberg muss die Gefahrenzone evakuiert werden.
Das Ordnungsamt der Stadt Köln war mit 143 Kräften im Einsatz, die Feuerwehr Köln und Hilfsorganisationen mit 97.
Seid ihr auch von der Evakuierung betroffen? Meldet euch bei uns! Fotos, Videos und Infos jetzt hier gratis, schnell und einfach in der EXPRESS-App hochladen – entweder via iPhone oder Android.
KG Lohrbergstraße: Schulpflicht für einige Kinder morgen aufgehoben
Auch die Katholische Grundschule Lohrbergstraße lag im Evakuierungsbereich. Nach EXPRESS-Information wurde die Schulpflicht für alle von der Evakuierung betroffenen Kinder für Freitag (5. Dezember) aufgehoben. Alle anderen Kinder müssen hingegen zur Schule gehen.
Fehler bei Nina-Warnung
Derweil zeigten sich einige Menschen im Netz verwundert über eine kurzzeitig fehlerhafte Warnung bei Warn-App Nina. Als um 14.34 Uhr die erste Meldung über den Fund in Klettenberg rausging, wurde nicht nur Köln informiert – sondern zahlreiche andere Orte in NRW, darunter Bonn, Dortmund, Essen.
Ein Fehler, der schnell behoben wurde. Kurz darauf gab es für die entsprechenden „falschen“ Orte Entwarnung.
„Viel Erfolg, aber bei der Nina-Meldung scheint was schiefgegangen zu sein, die Warnung wurde u.a. auch für Dortmund und Solingen rausgegeben“, erklärte ein Nutzer dazu auf X. „Danke für den Hinweis, ist korrigiert“, hieß es seitens der Stadt Köln. (mg)

