An der A59 ist eine Weltkriegsbombe entdeckt worden, mittlerweile wurde sie erfolgreich gesprengt. Die Autobahn musste im Anschluss noch eine Weile gesperrt bleiben.
Bombe an A59Sprengung erfolgreich – Amazon-Lager betroffen

Copyright: Tim Walther, Stadt Köln
Das Foto zeigt Johannes Brauns (Kommunale Ordnungsdienst Stadt Köln, von rechts), Dirk Putzer (Einsatzleiter Kampfmittelbeseitigungsdienst Bezirksregierung Düsseldorf), Markus Schmitz (ebenfalls Kampfmittelbeseitigungsdienst) am Fundort des Blindgängers nach der Sprengung.
Aktualisiert
Bei Sondierungsarbeiten wurde am Montagvormittag (26. Januar 2026) an der Autobahn 59 zwischen den Anschlussstellen Troisdorf-Spich und Köln-Lind in Fahrtrichtung Köln ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Es handelt sich um eine Bombe mit Langzeitzünder, die nicht entschärft werden konnte, sondern kontrolliert gesprengt werden musste.
Um 15.17 Uhr meldete die Stadt: Sprengung erfolgreich. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) machte zuvor darauf aufmerksam, dass es dabei zu einem lauten Knall kommen könne. Gegen 17 Uhr wurde auch die Autobahn wieder freigegeben.
Amazon-Lager evakuiert: Rund 100 Mitarbeitende betroffen
Das Fünf-Zentner-Weltkriegsrelikt wurde bei für Montag geplanten Sondierungsarbeiten in einem Baustellenbereich entdeckt. Aus Sicherheitsgründen wurde die Autobahn in beide Fahrtrichtungen gesperrt.
Als wirkungsdämpfende Maßnahme wurde Sand genutzt – drei große Lkw-Ladungen mit insgesamt 60 Tonnen. Er wurde vor der Sprengung rund um die Bombe verteilt.
Anwohnende waren nicht betroffen, wohl aber zwei Unternehmen, darunter auch ein Lager von Amazon. Auch die Asphaltmischwerke mussten geräumt werden.
Ein Bus brachte die Amazon-Mitarbeitenden fort. Nach Aussage von Oliver Kosmalla, Leiter des Troisdorfer Ordnungsamts, seien rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen gewesen. „Wir hatten die glückliche Situation, dass wir nur eine Zufahrt sperren mussten. In dem Evakuierungsradius von 400 Metern lag noch ein Wanderweg, wo sich aber auch niemand aufhielt – in Wohngebieten ist das anders“, sagte er auf Anfrage des „Kölner Stadt-Anzeigers“. Allen ginge es gut.
Bevor die Autobahn 59 wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte, musste sie gereinigt und auf Schäden untersucht werden. Gegen 17 Uhr war der Abschnitt wieder komplett befahrbar. (iri/mg)

