Kölner City rappelvoll Weihnachtsmärkte und Shoppen trotz Pandemie – kann das gut gehen?

21. November 2021: Besucher gehen über den Weihnachtsmarkt auf dem Roncalliplatz am Dom. Die Weihnachtsmärkte in Köln sind für Besucher unter den 2G-Regeln geöffnet.

Am Wochenende vom 20. und 21. November war die Kölner Innenstadt dank Weihnachtsmärkten und Shopping rappelvoll, hier ein Foto von Samstag.

Trotz steigender Infektionszahlen war die Kölner Innenstadt am Wochenende (20./21. November) dank geöffneter Weihnachtsmärkte und Shopping rappelvoll. Wird die Stadt den Andrang gut bewältigen?

Köln. Weihnachtsmärkte mitten in der Pandemie? Gut einen Monat vor Weihnachten setzt sich in Köln der Anstieg bei den Infektionszahlen ungebremst fort. Tag für Tag werden hier mehr als 500 neue Corona-Fälle gemeldet.

Tendenz steigend. Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, ruft zu „flächendeckenden Kontaktbeschränkungen“ auf. In Köln starten die großen Weihnachtsmärkte. Die Shoppingmeilen werden gestürmt. Wie sollen wir den Andrang nur überstehen?

Köln: Großer Andrang am Samstag – Menschenmassen in der Innenstadt

Einen Vorgeschmack gab es am Samstag (20. November 2021): Menschenmassen drängten sich durch die Einkaufsstraßen in der City – dicht an dicht. Einige trugen eine Schutzmaske, viele nicht.

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Nun öffnen die großen Weihnachtsmärkte. Zutritt haben nur Geimpfte und Genesene, was „stichprobenartig“ kontrolliert werden soll.

2G gab es auch zum Karnevalsauftakt in den Partyzonen. Der Kölner Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn glaubte zu dem Zeitpunkt trotz steigender Coronazahlen und Warnungen noch an eine „weitestgehend normale Karnevalssession“. Diese Einschätzung kann man heute wohl nur noch als „jeck“ einstufen.

Köln: Überfüllte Zülpicher Straße am 11.11. – welche Bilder liefert Stadt in der Weihnachtszeit?

Die Massenbilder von der Zülpicher Straße sorgten am 11.11. für eine bundesweite Diskussionen und für Entsetzen. Welche Bilder wird Köln in den kommenden Tagen liefern?

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hatte die Entscheidung, den Elften im Elften so zuzulassen, verteidigt. Fast zeitgleich sprach sich Reker allerdings auch für eine „allgemeine Impfpflicht“ aus, wenn die Zahlen weiter so steigen. Die Zahlen sind noch kräftiger gestiegen.

Und jetzt? Die Stadt richte sich trotz steigender Inzidenzzahlen in der Vorweihnachtszeit auf eine große Zahl an Besuchern ein. „Damit sich die Gäste und Kölner*innen nicht nur wohl, sondern auch sicher fühlen, hat die Stadt Köln ein Maßnahmenpaket geschnürt“, heißt es in einer Mitteilung.

Etwa: Alle großen Weihnachtsmärkte in der Innenstadt und in den Außenbezirken werden von den Mitarbeitern des Ordnungsdienstes „täglich mehrfach bestreift“. Dabei werden 2G-Kontrollen gemacht und Ordnungswidrigkeiten geahndet. „Durch die Präsenz wird ebenfalls das Sicherheitsempfinden der Besucher*innen gesteigert“, heißt es weiter.

Kölner Weihnachtsmärkte: Ordnungsamt will Zustrom in Fußgängerzone regeln

Zudem werde der Ordnungsdienst an allen vier Adventssamstagen sowie am verkaufsoffenen Sonntag am 19. Dezember den Fußgängerstrom in der Fußgängerzone regeln. „Sollte es auf der Hohe Straße zu voll werden, werden die Einsatzkräfte die Einkaufsmeile in eine Einbahnstraße für Fußgänger*innen umwandeln.“

Die Stadt Köln rät für die Advents- und Weihnachtszeit: „Verzichten Sie nach Möglichkeit auf die Anfahrt mit dem Auto und nutzen Sie Bus und Bahn.“ Man muss kein Virologe sein, um bei proppevollen Regional- und KVB-Bahnen ein ungutes Gefühl zu bekommen.

Viele Betreiber von Weihnachtsmarkt-Buden und Kölner Wirte glauben bei der rasanten Entwicklung ohnehin nicht, dass der Winterzauber bis Weihnachten so über die Bühne gehen kann. Und so könnte der kölsche Winter-Triathlon – Shoppen in der City, Glühwein an der Bude und anschließend Essen und ein Kölsch im Brauhaus – schneller beendet werden, als es viele Verantwortliche derzeit kommunizieren.

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