Abo

+++ Eilmeldung +++ Neuer Streaming-Gigant in Deutschland RTL darf Sky für Mega-Summe übernehmen

+++ Eilmeldung +++ Neuer Streaming-Gigant in Deutschland RTL darf Sky für Mega-Summe übernehmen

Nach Monaten des BangensEndlich! Beliebtes Kölner Freibad ist gerettet

Das Waldbad Dünnwald, hier im Dezember 2025, stand vor dem Aus. Eine Sanierung kostet mindestens acht Millionen Euro. Nun ist das Freibad durch den Bund gerettet.

Copyright: Uwe Weiser

Das Waldbad Dünnwald, hier im Dezember 2025, stand vor dem Aus. Eine Sanierung kostet mindestens acht Millionen Euro. Nun ist das Freibad durch den Bund gerettet.

Aktualisiert:

Noch vor wenigen Monaten stand das beliebte Waldbad in Köln-Dünnwald vor dem Aus. Jetzt kommt die Rettung!

Es war ein dringender Notruf Ende des vergangenen Jahres: Die Betreiber des Waldbads Dünnwald, seit über 100 Jahren vom Freien Ortskartell Köln-Dünnwald e.V. geführt, schlugen Ende 2025 Alarm.

„Wir stehen kurz vor einer Situation, in der wir im Frühjahr kein Schwimmangebot mehr gewährleisten können“, hieß es in einem eindringlichen Appell. Der Grund: Die Folie in beiden Becken war beschädigt – das Bad verlor einen Meter Wasser pro Woche. Eine Sanierung für rund acht Millionen Euro lag zwar vor, doch die Stadt Köln zögerte. 3,5 Millionen Euro sollen vom Bund kommen – 4,5 Millionen Euro müsste die Stadt dazusteuern. „Es besteht akuter und dringender Handlungsbedarf“, mahnten die Betreiber – und forderten unmissverständlich: „Wir erwarten keine weiteren Sonntagsreden, sondern konkretes Handeln.“

Dringlichkeitsentscheidung ebnet den Weg

Der Appell zeigte Wirkung. In einer Dringlichkeitsentscheidung – Mitte Januar beschlossen von Oberbürgermeister Torsten Burmester und einem Ratsmitglied – wurde das Waldbad auf die Liste förderfähiger Projekte der Stadt Köln gesetzt.

Geplant sind ein Ersatzneubau des Beckens sowie eine Generalsanierung der gesamten Anlage. Damit blieb das Bad im Rennen um Gelder aus der sogenannten Sportmilliarde des Bundes.

Bundesförderung ist da – über 3,8 Millionen Euro

Und nun, am Mittwoch (22. April), die erlösende Nachricht: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat beschlossen, das Waldbad Dünnwald mit über 3,8 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu fördern. Das Geld stammt aus der Sportmilliarde, die die neue Bundesregierung im Koalitionsvertrag verankert hat.

Oliver Seeck, Kölner SPD-Politiker und Vorsitzender des Sportausschusses, der sich gemeinsam mit seiner Fraktion gezielt an die Kölner Bundestagsabgeordneten Rolf Mützenich, Karl Lauterbach und Sanae Abdi gewandt hatte, zeigt sich begeistert: „Wenige Tage nach der erfolgreichen Olympia-Abstimmung nun die nächste gute Nachricht für den Kölner Sport: Das Waldfreibad Dünnwald ist durch den Bund gerettet!“

Seeck betonte die besondere Bedeutung des Bades: „Das Waldbad Dünnwald ist weit mehr als ein klassisches Freibad. Es ist ein wichtiger Ort für das Schwimmenlernen, für den Vereinssport und für die Freizeitgestaltung vieler Kölnerinnen und Kölner.“

Mehr als ein Freibad

Der Hintergrund ist ernst: Von den neun Schulschwimmbecken in Köln sind derzeit fünf außer Betrieb. Das Agrippabad wird aufwendig saniert. Wasserflächen werden in der Stadt zur Mangelware – mit Folgen vor allem für Kinder und Jugendliche, die das Schwimmen erlernen müssen.

Seeck: „Jede zusätzliche Wasserfläche zählt. Das Waldbad Dünnwald leistet hierzu einen wichtigen Beitrag – und verdient unsere volle Unterstützung. Gleichzeitig brauchen wir eine verlässliche Perspektive für die gesamte Bäderlandschaft in unserer Stadt.“ (mg)

Eine bunte, mit Stickern beklebte Box hängt an einem Pfahl.

Ups, was ist das denn?

Das steckt hinter den rosa Kästchen in Köln