Heftiger Vorwurf Versagen bei der Fluthilfe? Kölner Bezirksregierung mit Klarstellung

Nordrhein-Westfalen, Bad Münstereifel: Eine Frau geht durch die von der Flut zerstörte Innenstadt.

Die Kölner Bezirksregierung erklärt neue Abläufe bei der Beantragung der Fluthilfe. Auf dem Foto ist der Ort Bad Münstereifel nach der Flutkatastrophe am 5. August 2021 zu sehen.

Die Kölner Bezirksregierung wehrt sich gegen den Vorwurf, bei der Bearbeitung der Fluthilfen überfordert zu sein. Eine Sprecherin schildert den neuen Kommunikationsweg, der Flutopfern die Rückfragen erleichtern könnte.

Die Schäden in den Flutgebieten sind vielerorts immer noch deutlich sichtbar und nach wie vor benötigen die zahlreichen Opfer der Flutkatastrophe dringend Hilfe. Die Bezirksregierungen in NRW arbeiten nach eigenen Angaben auf Hochtouren, um Fluthilfen für die Betroffenen schnellstmöglich zu genehmigen.

Ende letzter Woche wurde publik, dass die Kölner Bezirksregierung die Zuständigkeit für den Wiederaufbau im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer verloren haben soll. Die Fluthilfen würden nun von den Bezirksregierungen in Münster und Düsseldorf organisiert. War die Kölner Behörde in der Zeughausstraße mit den Aufgaben überfordert?

So sei es ganz und gar nicht abgelaufen und Informationen aus der CDU-Landtagsfraktion seien nicht korrekt übermittelt worden, stellt Vanessa Nolte, Sprecherin der Bezirksregierung Köln, gegenüber EXPRESS.de klar.

Kölner Bezirksregierung schafft bürokratischen Umweg bei Fluthilfe ab

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„Das stimmt so nicht. Alle Bezirksregierungen bearbeiten seit September 2021 die Fluthilfen. Neu ist jetzt, dass die Bezirksregierungen mit ihrem eigenen Briefkopf auf den Dokumenten stehen. Bisher stand dort immer: ‚Bezirksregierung Köln‘, selbst wenn zum Beispiel die Bezirksregierung Detmold den Fall bearbeitet hat“, erklärt die Pressesprecherin.

„Das heißt, wenn eine Rückfrage kam, dann wurde die erst in Köln aufgenommen und anschließend an die jeweils zuständige Behörde weitergeleitet. Also gab es diesen großen Umweg, den wir jetzt aber abgeschafft haben“, stellt die Pressesprecherin der Bezirksregierung Köln richtig.

Kölner Bezirksregierung: Betroffene haben bei Fluthilfe-Antrag nun Ansprechpartner

„Wir haben den Bearbeitungsprozess bei der Fluthilfe optimiert. Nun steht die zuständige Bezirksregierung und der direkte Ansprechpartner auf dem Briefkopf, sodass eine Nachfrage schneller beantwortet und ein Antrag schneller bewilligt werden kann“, kündigt Nolte an.

Laut eines aktuellen Berichts des „Kölner Stadt-Anzeiger“ gibt es für die Betroffenen immer wieder Probleme bei der Auszahlung der Hilfsgelder. Im Bewilligungsbescheid einer Familie aus Gemünd vom 20. Januar 2022 hieß es beispielsweise, dass die Auszahlung „in der Regel rund einen Monat nach Zustellung dieses Bescheids erfolgt.“ 

Köln: Bezirksregierung ändert Kommunikation in Sachen Fluthilfe

Eine lange Zeit für die Betroffenen. Dieser Passus sei jedoch eigentlich längst überholt. Ebenfalls ein Thema, dass die betroffene Familie mit einem direkten Ansprechpartner schneller klären und besprechen könnte.

Laut Bezirksregierung Köln sollen solche Rückfragen durch die Nennung konkreter Personen und Zuständigkeiten im Schriftverkehr zukünftig schneller klappen und geklärt werden können.  

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