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Horror-Unfall auf A555Gericht konfrontiert Ex-FC-Spieler mit Chatverläufen

Die beiden Angeklagten sitzen im Landgericht neben ihren Anwälten. Die beiden jungen Männer sollen sich Ende 2023 auf der A555 ein Rennen geliefert haben. Bei Wesseling raste einer der Wagen gegen ein Auto, in dem zwei Frauen saßen - beide kamen ums Leben.

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Die beiden Angeklagten sitzen im Landgericht neben ihren Anwälten. Die beiden jungen Männer sollen sich Ende 2023 auf der A555 ein Rennen geliefert haben. Bei Wesseling raste einer der Wagen gegen ein Auto, in dem zwei Frauen saßen - beide kamen ums Leben.

Aktualisiert:

Der tödliche Unfall auf der A555: Zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln müssen sich vor dem Kölner Landgericht verantworten.

Ein Autorennen wie im Hollywood-Blockbuster „Fast & Furious“ – das sollen zwei ehemalige Nachwuchsspieler des 1. FC Köln auf der Autobahn A555 bei Wesseling veranstaltet haben.

Mit tödlichen Folgen: Am 1. Dezember 2023 kamen eine Mutter (†49) und ihre Tochter (†23) bei dem Horror-Crash ums Leben.

Horror-Unfall auf der A555: Chatverläufe belasten die jungen Männer schwer

Jetzt läuft der Prozess am Landgericht Köln.

Besonders brisant: Das Gericht konfrontierte die Beschuldigten (beide 22) mit Chatverläufen, die zeigen sollen, dass die beiden gezielt Szenen aus der berühmten Actionfilm-Reihe nachahmen wollten. Als der Richter die Nachrichten vorlas, wurden beide einsilbig.

Dabei hatten sich die jungen Männer zuvor noch rausgeredet. Der Audi-Fahrer beteuerte: „Wir hatten niemals die Absicht, unsere Kräfte in einer Weise zu messen, die Menschen in Situationen bringt, in denen sie das Leben verlieren.“ Der Mercedes-Fahrer ergänzte kleinlaut: „Wir sind auf jeden Fall zu schnell gefahren, aber es war kein Wettkampf.“ Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Doch das Unfallgutachten widerlegte Teile der ursprünglichen Aussagen – woraufhin der 22-jährige Mercedes-Fahrer seine Version der Ereignisse zumindest teilweise korrigieren musste.

Familie der Opfer am Boden: „Werden hier vergessen“

In einer Prozesspause meldete sich der Großcousin der getöteten 49-Jährigen zu Wort – und machte seinem Schmerz Luft.

Er sei enttäuscht, dass die Situation der Hinterbliebenen und die Auswirkungen auf die Angehörigen vor Gericht kaum zur Sprache kämen.

Nach einer Pause in den Osterferien wird der Prozess am 13. April fortgesetzt.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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