TV-Panne bei Olympia-EntscheidTraum platzt – auch Kölns OB sieht Fauxpas

Thomas Weikert zeigt vor Bekanntgabe das Ergebnis.

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Thomas Weikert zeigt vor Bekanntgabe das Ergebnis. 

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Der große Traum von Olympia in Köln-Rhein-Ruhr ist geplatzt. Eine peinliche Panne im TV nahm der Verkündung jede Spannung und sorgte für Fassungslosigkeit.

Der Moment, der alles entscheiden sollte, wurde zur peinlichen TV-Panne. Als DOSB-Präsident Thomas Weikert in Baden-Baden den Zettel aus dem Umschlag zog, hielt er ihn direkt in die Kameras. Für einen kurzen Augenblick leuchtete der Name des Siegers auf der Leinwand auf: München.

Hunderte Menschen im Deutschen Sport & Olympia Museum im Kölner Rheinauhafen sahen, was sie nicht sehen sollten. Die Entscheidung war gefallen, noch bevor sie offiziell verkündet wurde.

Olympia-Entscheidung: Panne raubt die Spannung

Um 14.42 Uhr blickten zwar noch alle auf die Liveübertragung, doch die Luft war raus. Weikert bemerkte seinen Fehler, drehte den Zettel um und reichte ihn an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Doch es war zu spät. Ein Raunen ging durch die Menge in Köln, die Gesichter zeigten Enttäuschung und Fassungslosigkeit.

Die offizielle Verkündung, dass München sich gegen Köln-Rhein-Ruhr durchgesetzt hat, war nur noch eine Bestätigung des Offensichtlichen. Der Moment der Überraschung war dahin, die Enttäuschung lag schon vorher in der Luft.

Dabei hatte die Anspannung im Museum Stunden zuvor ihren Höhepunkt erreicht. Immer mehr Menschen waren zusammengekommen, um gemeinsam auf die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes zu hoffen. Es ging um die Frage, mit welchem Konzept Deutschland für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 antreten würde. 

Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester war in Baden-Baden dabei und bekam den Zettel-Fauxpas auch mit. „Ich habe den Umschlag gesehen, auf dem München stand, kurz bevor die Entscheidung bekannt gegeben wurde. Ich hatte dann drei Sekunden Zeit, mich vorzubereiten“, erzählte er. 

Nach der Entscheidung leerte sich das Museum in Köln schlagartig. Der falsch herum aus dem Umschlag gezogene Zettel hatte den Kölnern und Kölnerinnen nicht nur die Antwort vorweggenommen, sondern auch den kurzen Moment der Hoffnung auf mögliche Olympische Spiele in der eigenen Region genommen. (red)