Die marode A4-Autobahnbrücke am Eifeltor sorgt weiterhin für Ärger. Trotz neuer Regeln rollen hier dicke Lkw über die Brücke.
Trotz Verbot auf A4Schwere Lkw auf Kölner Brücke: Vollsperrung droht

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Die A4-Autobahnbrücke am Eifeltor – nun gilt es offiziell!
In der Nacht von Mittwoch (10. Juni) auf Donnerstag (11. Juni) wurde die A4 Richtung Olpe gesperrt. Neue Markierungen wurden auf den Asphalt aufgebracht, die auf den Mindestabstand von 50 Metern hinweisen. Das gilt für alle Fahrzeuge, auch Pkw. Zudem dürfen dicke Brummis mit einem Gewicht von mehr als 7,5 Tonnen die Brücke zwischen den Anschlussstellen Köln-Klettenberg und Köln-Eifeltor nicht mehr befahren.
Eifeltor-Brücke: Neue Regeln gelten ab sofort
Die Autobahn GmbH hat Umleitungen eingerichtet, Schilder aufgestellt – und appelliert an alle, die Schutzmaßnahmen „konsequent einzuhalten“.
Doch am Donnerstagmorgen sieht die Realität auf der A4 ganz anders aus. EXPRESS.de war vor Ort. Schwerlastverkehr benutzt weiterhin die marode Brücke, als ob nichts wäre. Vom Mindestabstand, den die Behörde anordnet, keine Spur.
Unter der Brücke ist zudem ein beunruhigendes Knarzen zu hören. Das berichten auch Spaziergänger. Die Unterseite der Brücke wurde mit einem Holzgerüst versehen.
„Das Gerüst dient als Zugang zum Bauwerk über den Schienen, um Kontrollen des Brückenbauwerks durchzuführen. Das Knarzen stammt von dem Holzgerüst und nicht vom Brückenbauwerk“, versichert eine Sprecherin der Autobahn GmbH auf EXPRESS.de-Nachfrage.

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Die A4-Autobahnbrücke am Eifeltor am Donnerstagmorgen. Trotz Verbots rollt hier der Schwerlastverkehr Richtung Olpe. Die gelben Pfeile sollen auf den Mindestabstand hinweisen.
Hintergrund: Das Bauwerk Eifeltor macht Sorgen – große Sorgen. Schon seit Ende April 2026 gilt dort ein Überfahrverbot für Fahrzeuge über 44 Tonnen. Doch das hat offenbar nicht gereicht. Die Autobahn GmbH musste nachlegen: Seit dem 10. Juni ist die Strecke nun auch für alle Lkw über 7,5 Tonnen gesperrt. Der Grund: Zu viele, zu schwere Laster fahren mit zu geringem Abstand über die Brücke – und das gefährdet das Bauwerk nachhaltig.
Eigentlich ist alles geregelt. Lkw mit Ziel Güterbahnhof Eifeltor sollen bereits an der Anschlussstelle Köln-Klettenberg abfahren und über lokale Umleitungsstrecken ans Ziel kommen. Schwerer Fernverkehr wird sogar schon am Autobahnkreuz Köln-West großräumig umgeleitet. Der Güterbahnhof Eifeltor bleibt dabei laut Autobahn GmbH weiterhin erreichbar. Der Schienenverkehr kann die Brücke weiterhin passieren.
Doch an die Umleitung halten sich nur wenige Lastwagenfahrer. Die Brücke wird weiter belastet, die neuen Regeln werden ignoriert.
Schranke kommt – aber erst im Sommer
Die Autobahn GmbH räumt selbst ein: Die aktuellen Maßnahmen sind nur eine Übergangslösung. Im Laufe des Sommers soll eine Schrankenanlage installiert werden, die Gewichtsbeschränkungen technisch durchsetzt – also verhindert, dass zu schwere Fahrzeuge einfach durchfahren. Danach ist geplant, den rechten Fahrstreifen wieder für Lkw bis 44 Tonnen zu öffnen.
Die Warnung der Autobahn GmbH ist unmissverständlich: Sollte sich zeigen, dass die Maßnahmen nicht ausreichen, um das Bauwerk nachhaltig zu entlasten, „kann eine vollständige Sperrung der A4 in Fahrtrichtung Olpe am Bauwerk Eifeltor bis zur Inbetriebnahme der Schrankenanlage nicht ausgeschlossen werden.“
Für Pendler, Anwohner und den Wirtschaftsverkehr in Köln wäre das ein Albtraum. Noch gilt: Die Gegenrichtung Richtung Aachen ist nicht betroffen – der Verkehr wird dort über den Brückenanbau von 1993 geleitet, der keine Schäden aufweist.
