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„Ich stech’ Dich gleich ab“Frau (76) ersticht Mann (83) – sie spricht von Unfall

76-Jährige soll an Demenz erkrankten Ehemann erstochen haben

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Eine 76-Jährige ist vor dem Landgericht in Köln angeklagt worden. (Illustration)

Frau (76) ersticht Mann (83): Unfall oder Absicht?

Eine 76-jährige Frau steht in Köln vor Gericht, weil sie ihren 83 Jahre alten, an Demenz leidenden Ehemann im Streit getötet haben soll. So lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Die Darstellung der Seniorin weicht davon jedoch massiv ab. Sie habe ihren Gatten lediglich stützen wollen, ließ sie zum Prozessbeginn am Freitag verlauten. Da sie dabei ein Messer in der Hand hielt, sei es zu dem furchtbaren Versehen gekommen.

Die Anklagebehörde geht im Gegensatz dazu davon aus, dass das gemeinsame Leben des Paares «in den letzten Jahren insbesondere durch die Demenz-Erkrankung des Geschädigten geprägt» gewesen sei. Es soll wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden gekommen sein, bei denen «sich die Angeklagte stets laut und aggressiv ihrem Ehemann gegenüber» gezeigt habe. Er hingegen habe sich «überwiegend passiv» verhalten.

Ehemann im Streit erstochen?

Auch am Tag der Tat soll es zu einem heftigen Zoff zwischen der 76-Jährigen und dem 83-Jährigen gekommen sein. Im Zuge dessen habe die Beschuldigte zweimal laut geschrien: «Ich stech’ Dich gleich ab!». Das zumindest sollen Zeugen berichtet haben. Daraufhin habe sie einen «scharfkantigen Gegenstand» genommen und ihrem Mann in den Brustkorb gestochen, so die Anklageschrift. Die Frau alarmierte direkt nach der Tat selbst die Rettungskräfte. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen verstarb der Mann noch am Ort des Geschehens.

Angeklagte spricht von tragischem Unfall

Über ihren Anwalt gestand die Angeklagte ein, dass sie «ursächlich für den Tod» ihres Mannes sei, mit dem sie 46 Jahre lang ihr Leben verbrachte. Sie beteuert jedoch, dass der Vorfall ein «tragischen Unfall» gewesen sei. Laut ihrer Version habe sie Essen zubereitet und geschnitten, als ihr Mann ohne seinen Rollator aufstand. Aus Furcht, er könne stürzen, habe sie versucht, ihn zu halten – das Messer noch in der Hand.

«Dabei muss das Messer eingedrungen sein», ließ der Verteidiger weiter verlauten. Später habe seine Mandantin auf der Messerspitze etwas Blut bemerkt und es abgewischt. Eine Erklärung dafür, warum sie das tat, konnte sie nicht mehr geben.

Für das Gerichtsverfahren sind drei weitere Termine geplant. Ein Urteilsspruch wird Anfang Juli erwartet. Die Rentnerin ist den Informationen nach seit Januar in Untersuchungshaft. Durch die Folgen eines früheren Herzinfarkts sowie einer überstandenen Krebserkrankung sei sie gesundheitlich beeinträchtigt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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