Klare Ansage vor Köln-Konzerten 2G oder 3G? Tommy Engel hat sich längst entschieden

Tommy Engel bei einem Konzert in der Volksbühne am Rudolfplatz.

Tommy Engel, hier bei einem früheren Konzert in der Volksbühne am Rudolfplatz, hat sich für 2G-Bedingungen entschieden.

Lange haben Fans auf die Konzerte von Tommy Engel und seiner Band in der Volksbühne am Rudolfplatz gewartet. Jetzt stehen sie Anfang September vor der Tür. Unter 2G-Bedingungen, wie Engel mitteilt.

Köln. Wenn Tommy Engel und seine Band in wenigen Tagen (3. bis 5. September und 10. bis 12. September) in der Volksbühne am Rudolfplatz zu Gast sind und ihre Konzerte spielen, tun sie das mit reichlich Verspätung. Bei den sechs Konzerten handelt sich um Nachholtermine der ursprünglich für September 2020 geplanten Jubiläumskonzerte unter dem Titel „70 Johr op d'r Welt und 60 Johr op d'r Bühn“.

Und nicht nur die Verschiebungen waren Corona-bedingt, auch die Austragung der Konzerte steht jetzt ganz im Zeichen der weltweiten Pandemie. Denn: Wie Tommy Engel und sein musikalischer Leiter Jürgen Fritz am Freitag (27. September) mitteilten, habe man sich zum Schutz der Gäste und der Band für Auftritte unter 2G-Bedingungen (Zutritt nur für Genesene und Geimpfte) entschieden.

Tommy Engel: Auftritte in der Volksbühne in Köln unter 2G-Auflagen

Einige Ausnahmen gibt es: Schwangere, Kinder und Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht Impfen lassen können, sind ebenfalls willkommen, wenn sie einen negativen PCR-Test (nicht älter als 48 Stunden) vorlegen können.

„Bei den steigenden Zahlen ist es uns sehr wichtig, dass alle im Saal geschützt sind”, erklärt Engel die Entscheidung gegenüber EXPRESS. Eine Verpflichtung für 2G gibt es nicht, für Engel unverständlich. 

Jürgen Fritz und Tommy Engel auf einem Dach in Köln.

Tommy Engel (r.) und sein musikalischer Leiter Jürgen Fritz haben eine klare Entscheidung für 2G getroffen.

„Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass sich die Politik – vielleicht hat das etwas mit den bevorstehenden Wahlen zu tun – nicht klar positioniert. Die geben 2G nicht vor, sondern schieben die Verantwortung den Veranstaltern zu. Wir sind dann die Blöden und haben für unsere Gäste den schwarzen Peter“, sagt der Kölner Sänger.

Tommy Engel wünscht sich klare Positionierung der Politik, auch in Köln

Gerade in Köln wünscht sic Engel mehr Tatendrang von OB Henriette Reker: „Wenn unsere Oberbürgermeisterin schon im Karneval für 2G ist, dann sollte sie bereits jetzt dafür plädieren und es im Rat beschließen. Wir haben lange genug nicht auf der Bühne stehen können.”

Gerade in finanzieller Hinsicht sei es schwierig, so Engel. „Das Finanzielle möchte ich für mich persönlich ausschließen, dafür stehe ich lange genug auf der Bühne. Aber all die Techniker, Veranstalter und Bands, die nicht schon seit Jahren auf der Bühne stehen, stehen am Abgrund. Für all diese Menschen wäre es eine Erleichterung, wenn 2G zur Regel würde.”

Sechs Auftritte in der Volksbühne: Tommy Engel entscheidet sich für 2G

Für Vorgehensweise mit 2G erhalten Engel und Fritz volle Unterstützung der Volksbühne, wie Chef Axel Molinski betont: „Die Entscheidung von Tommy Engel und seiner Band, die im September 2021 angesetzten Konzerte als 2G-Format durchzuführen, tragen wir vollumfänglich mit. Darüber hinaus betrachten wir diesen Schritt zur Bekämpfung der Pandemie und Befreiung der Kultur als angemessen und zeitgemäß und sind sehr gespannt auf die Reaktionen des Publikums.“

Und was ist mit den Menschen, die aufgrund der Regelung nicht kommen dürfen? Engel: „Ich kann nur allen raten, wenn ihr dürft und nicht krank seid, lasst euch bitte impfen, damit wir uns bald alle wieder ohne Maske und Risiko in den Arm nehmen können und die Kultur genießen können. Impfen ist im Moment die einzige Chance gegen Corona.“

Auch WeihnachtsEngel 2021 soll mit 2G durchgeführt werden

Wer das nicht möchte, kann seine Tickets für die Konzerte in der Volksbühne an den jeweiligen Vorverkaufsstellen zurück geben. Wie Tommy Engel und Jürgen Fritz ankündigten, soll auch der beliebte „WeihnachtsEngel” 2021 unter 2G-Bedingungen durchgeführt werden.

Jürgen Fritz: „Es geht ja auch um Planbarkeit. Wir wollen niemanden zur Impfung zwingen. Uns geht es einfach um die Sicherheit aller. Wir müssen Corona in den Griff bekommen, daher appellieren wir an die Vernunft der Menschen.“ (dd/tw)

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