Erhöhung viel stärker als erwartet Taxifahren in Köln: Neue Preise sorgen für Erstaunen

Taxifahren in Köln soll deutlich teurer werden. Das Symbolfoto zeigt Taxis vor dem Kölner Hauptbahnhof.

Taxifahren in Köln soll deutlich teurer werden. Das Symbolfoto vom Kölner Hauptbahnhof wurde im Jahr 2020 aufgenommen.

Taxifahren in Köln soll deutlich teurer werden. Die Verwaltung hat dem Rat der Stadt Köln eine entsprechende Beschlussvorlage vorgelegt. Der finanzielle Druck auf das Taxigewerbe steigt.

Ist Taxifahren in Köln zu teuer? Über diese Frage wird schon seit Jahren regelmäßig diskutiert. Jetzt scheint die Richtung für die Zukunft klar zu sein: Die Preise werden weiter steigen!

Wie die Stadt Köln am Donnerstag (14. April) mitteilte, hat das Taxigewerbe eine Tariferhöhung beantragt, die zum 1. September 2022 in Kraft treten soll.

Taxifahren in Köln soll ab September 2022 deutlich teurer werden

„Die Verwaltung hat dem Rat der Stadt Köln eine Beschlussvorlage zur Änderung der Rechtsverordnung über die Beförderungsentgelte für Taxis vorgelegt“, heißt es in einem Statement der Stadt.

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Demnach sollen sich die Preise ab dem 1. September 2022 wie folgt verändern: Der Grundpreis steigt von 4,20 Euro auf 4,90 Euro, die Kilometerpreise von 2,20 Euro auf 2,60 Euro (bis sieben Kilometer) und von 2,00 Euro auf 2,20 Euro (ab dem siebten Kilometer).

Unverändert soll die Gebühr für die verkehrs- und kundenbedingte Wartezeit (0,50 Euro je Minute) bleiben.

Köln: Durchschnittliche Taxifahrt wird um rund 21 Prozent teurer

Ein Rechenbeispiel: Für eine durchschnittliche Fahrstrecke von sieben Kilometern Länge und vier Minuten Wartezeit ändert sich der Preis von 20,70 Euro auf 25,10 Euro – ein Plus von etwa 21 Prozent.

Wichtig in dem Zusammenhang: Der aktuelle Kölner Taxitarif (seit September 2021 gültig) sah bereits eine leichte Erhöhung der Preise ab September 2022 vor. Die nun deutliche Erhöhung soll vor allem eine Reaktion auf die Entscheidung der Bundesregierung sein, den gesetzlichen Mindestlohn deutlicher zu erhöhen als erwartet.

Stadt Köln: Finanzieller Druck auf das Taxigewerbe steigt

„Dadurch sollen die Taxiunternehmerinnen und -unternehmer in die Lage versetzt werden, die erheblich gestiegenen Kosten aufzufangen und ihren Fahrerinnen und Fahrern den gesetzlichen Mindestlohn von zwölf Euro ab Oktober 2022 zahlen zu können“, heißt es dazu von der Stadt.

Generell sei der finanzielle Druck auf das Taxigewerbe gestiegen, vor allem durch die Personalkostenentwicklung, die Umsatz-Einbrüche wegen der Corona-Pandemie und die stark gestiegenen Preise für Benzin und Diesel. (tw)

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