Während OPs klimatisiert sind, wird in vielen anderen Klinikbereichen auf eine Mischung aus Schützen, Kühlen und Trinken gesetzt.
Großteils nicht klimatisiertStarke Hitze belastet Kölner Kliniken

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Krankenhäuser in Köln sind an vielen Stellen baulich nicht für Klimaanlagen ausgelegt (Symbolbild).
Temperaturen knapp unter 40 Grad bringen viele der Kölner Krankenhäuser an ihre Grenzen. Patienten berichten von nicht klimatisierten Kreißsälen und brütend warmen Zimmern. Eine Abfrage zeigt, dass die Kliniken sehr unterschiedlich für die hohen Temperaturen gerüstet sind.
Das Evangelische Krankenhaus Köln-Kalk ist nach eigenen Angaben zu 80 Prozent klimatisiert. Patientenzimmer seien zu 100 Prozent mit Klimaanlagen ausgestattet. Im OP und auf der Intensivstation ließen sich die Fenster aus Gründen der Klimaführung nicht öffnen.
Patientenzimmer der Kölner Kliniken nicht klimatisiert
Deutlich schlechter ausgestattet sind die Kliniken der Stadt Köln. Dort seien vor allem Operationsbereiche, Intensivstationen, technische Funktionsbereiche und Räume mit besonderen medizinischen oder technischen Anforderungen klimatisiert, sagt ein Sprecher. Patientenzimmer, Stationsflure, Aufenthaltsbereiche und Verwaltungsräume hingegen überwiegend nicht. Bei länger anhaltenden hohen Außentemperaturen können die Raumtemperaturen dort also deutlich ansteigen. „Viele Gebäude stammen aus Zeiten, in denen eine flächendeckende Klimatisierung von Krankenhäusern weder baulich vorgesehen noch Bestandteil der Krankenhausfinanzierung war. Bei Neubauten und Sanierungen werden heute deutlich stärkere Anforderungen“, so der Klinik-Sprecher.
Stattdessen setzen die Kliniken Köln auf ein Bündel organisatorischer Maßnahmen, wie intensive Lüftung in der Nacht und kostenfreies Trinkwasser. Auch der Angehörigen- und Mutter-Kind-Bereich des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße sei nicht klimatisiert. Dort sorge eine raumlufttechnische Anlage mit kontinuierlichem Luftaustausch sowie Sonnenschutz und Sonnenschutzverglasung für Entlastung.
Die drei Cellitinnen-Krankenhäuser Heilig Geist, St. Vinzenz und St. Marien berichten von einer spürbaren Belastung durch die Hitze. Eine vollständige Klimatisierung der gesamten Häuser sei auch hier aus baulichen und wirtschaftlichen Gründen nicht möglich. In allen drei Kliniken seien jedoch zentrale und besonders sensible Bereiche wie Intensivstationen, OPs, Notaufnahmen, Radiologie und Funktionsabteilungen klimatisiert, im St. Marien-Krankenhaus zudem die Medikamentenräume. Dort konnten durch eine gespendete Photovoltaikanlage außerdem fast alle Aufenthaltsräume für Mitarbeitende mit Klimaanlagen nachgerüstet werden. (red)

