In zwei Kölner Stadtteilen ist es zu einer Brandserie gekommen. Offenbar wurden mehrere Autos mutwillig angezündet, darunter der Toyota von Hans Hahn (93).
Schock im Kölner NordwestenHans Hahn (93) ist nur noch die Asche geblieben

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Hans Hahn (93) fegt in Köln-Pesch Asche zusammen, nachdem sein Wagen abgefackelt worden war.
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Schock im Kölner Nordwesten: Am frühen Sonntagmorgen (22. März) ist es zu einer Feuerserie gekommen. In Pesch und Bocklemünd/Mengenich haben mehrere Autos gebrannt.
Der dringende Verdacht: Brandstiftung. Eine sofort eingeleitete Suche der Polizei, bei der auch ein Hubschrauber eingesetzt wurde, verlief jedoch ergebnislos. Inzwischen sind die ersten Fahndungsmaßnahmen abgeschlossen, wie es am späten Vormittag seitens der Polizei auf EXPRESS.de-Nachfrage heißt.
Köln: Brandserie schockt beschaulichen Nordwesten
Pesch und Bocklemünd/Mengenich sind eher ruhige, beschauliche Stadtteile. Umso größer ist die Fassungslosigkeit, und so mancher stellt sich die bange Frage: Bleibt es bei diesen Bränden?
Hans Hahn (93) ist einer der Betroffenen. Auf der Mengenicher Straße in Pesch fegte er am Sonntag Asche, eine verkohlte Glühlampe und kleine Stücke Plastik zusammen – dort, wo noch vor wenigen Stunden sein Toyota gestanden hatte. Der 93-Jährige kann es noch immer nicht fassen, was passiert ist. Auch das Auto seines Nachbarn wurde angezündet.
Hahn bekam davon erst etwas mit, als er gegen sieben Uhr wach wurde, Lärm hörte und dann aus der Haustür schaute. „Ich sah nur noch, wie die Polizei und der Abschleppwagen wegfuhren. Mein Auto hing am Haken, das andere stand hinten drauf.“
Er vermutet, dass „ein Brandbeschleuniger“ das Feuer schnell hat größer werden lassen. „Ich kann von Glück sagen, dass mein Wagen nicht vor der Garage stand. Sonst hätte womöglich auch das Holztor Feuer gefangen und wäre aufs Haus übergegangen“, sagte der Rentner gegenüber EXPRESS.de. Er hofft, dass die Täter gefasst werden können. Schließlich habe ein Nachbar schräg gegenüber eine Kamera installiert.
Kölner Polizei stellt Brand-Autos sicher – noch viele Fragen offen
„Das ist kein Zufall“, hatte ein Beamter der Polizeileitstelle bereits am frühen Morgen gegenüber EXPRESS.de erklärt. Es sei innerhalb kurzer Zeit zu Bränden an insgesamt sechs Pkw gekommen, die Brandorte befänden sich in relativer Nähe. Einige der Autos hätten bei Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Flammen gestanden.
Die mutmaßliche Tatzeit liegt zwischen 4.36 und 5.27 Uhr. Bei den betroffenen Autos handele es sich um keine speziellen Marken, so der Leitstellenbeamte.
Wie genau die Brände an den Autos gelegt wurden und aus welcher Motivlage, ist derzeit noch unklar. Der Beamte: „Wir sind noch am Anfang der Ermittlungen.“ Es gäbe auch keine Hinweise auf einen Tatverdächtigen oder eine Tatverdächtige.
Einige der Fahrzeuge, die nicht komplett ausgebrannt sind, wurden sichergestellt, um Spuren zu sichern. Die Ermittlungen werden von den Brandexperten und -expertinnen der Kölner Polizei geführt.
Die Tatorte liegen unter anderem am Schumacherring in Bocklemünd sowie an der Mengenicher Straße in Pesch. Weitere Informationen soll es von der Polizei sowie der Staatsanwaltschaft am Montag (23. März) geben.
Ist euer Fahrzeug von der Brandstiftung im Kölner Nordwesten betroffen? Wurdet ihr eventuell Zeuge oder Zeugin der Brände, habt Polizei oder Feuerwehr alarmiert? Dann meldet euch bei uns.
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