Davon hat niemand gewusst Pädophilie-Schreck auf Kölner CSD – Veranstalter mit deutlichen Worten  

Eine LGBTIQ+-Flagge hängt an einer Straßenlaterne, im Hintergrund die Spitzen des Kölner Doms.

Eine LGBTQI+-Flagge hängt zum CSD 2022 in Köln.

Am Tag des CSD-Demonstrationszuges in Köln demonstrierten Pädophile für ihre Zwecke.

Rund 1,4 Millionen Menschen demonstrierten am ersten Juli-Wochenende anlässlich des Christopher-Street-Days (CSD) in Köln. So viele Menschen wie noch nie versammelten sich am Sonntag (3. Juli) in der Innenstadt für die Rechte der LGBTQI+-Community.

Unter ihnen auch eine Gruppe, die sich als Mitglied einer Plattform für Pädophile herausstellte. 

Pädophile demonstrieren auf CSD in Köln

Das Portal „Krumme13“ bezeichnet sich selbst als „Online-Portal zur Berichterstattung und Information zu den Themen Pädophilie, Päderastie und toleranter Homosexualität“. 

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Mit Flyern und einer eigenen Flagge, die der LGBTQI+-Flagge sehr ähnelt, befanden sie sich unter den 1,4 Millionen Menschen und demonstrierten außerhalb der Parade für ihre Zwecke.

Wie es auf der Plattform heißt, ging es zum einen um angebliche Zensur von Kommentaren des in der queeren Community sehr bekannten Online-Portals queer.de. Zum anderen forderten sie die Aufnahme des „P“ für Pädophilie in LGBTIQ+.

„Die Pädophilie ist eine eigenständige sexuelle Identität und muss deshalb ebenfalls von Artikel 3 des GG geschützt sein“, wird auf dem Portal für Pädophile gefordert.

CSD-Veranstalter: „Diese Meinung vertreten wir ganz klar nicht“

Diese Forderungen sind Hugo Winkels, Pressesprecher und Vorstandsmitglied des Vereins Kölner Lesben- und Schwulentags (KLuST), der den CSD organisiert, neu.

Auch von der Anwesenheit der Gruppe wusste er nichts. „Ich kann nicht kontrollieren, wer unter 1,4 Millionen Menschen da ist.“ Doch Winkels hat eine klare Meinung dazu: „Wir sind offen für jegliche Art der Liebe, aber das Recht der Schutzbefohlenen liegt in unseren Augen über dem Recht der freien Liebe. Wir kämpfen nicht für Pädophilie und nicht für die Aufnahme des „P“s.“

Der Verein sei zwar offen für vielseitige Meinungen, vertrete aber nicht alle. „Und diese Meinung vertreten wir ganz klar nicht“, betont er.

Das Portal ruft jetzt schon seine Mitglieder dazu auf, auf dem nächsten CSD wieder vertreten zu sein.

„Wir warten erstmal ab, ob eine Anmeldung kommt oder nicht. Da sie in diesem Jahr aber auch nicht kam, gehe ich nicht davon aus.“ Außerhalb der Parade werden sie, so vermutet Winkels, sicher wieder anwesend sein. „Das können wir nicht verhindern.“

Grundsätzlich werden alle Anmeldungen für den Demonstrationszug, mit dem der CSD in Köln abgeschlossen wird, geprüft. „Wir nehmen aber auch nicht alle an“, verrät Winkels.

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