Pulheim Dreimal abgezockt – dann wartete Rentnerin (81) auf Kölner Bürgermeister

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Wenn die Senioren den Betrug bemerken, ist es oft schon zu spät. Symbolfoto von 2017.

Pulheim – Diese Betrüger verstehen ihr „Geschäft“ leider nur zu gut. Als falsche Polizisten gelang es ihnen, eine Rentnerin (81) aus Pulheim gleich dreimal zu täuschen. 

  • „Herr Steinbach“ tischt Rentnerin aus Pulheim Falschgeldlüge auf
  • Betrüger bestellte sogar Taxi
  • Pulheimerin wartete auf Kölner Bürgermeister

Die alte Dame erhielt Montagvormittag (25. Januar) erstmalig einen Anruf eines „Herrn Steinbach“ von der Kripo. Der warnte sie vor einem gefährlichen Nachbarn und erzählte ihr im nächsten Atemzug, dass er auch an einer Falschgeldsache dran sei und da hinge wohl auch die Hausbank der Rentnerin mit drin. 

Abzocke in Pulheim: Rentnerin fuhr im Taxi nach Köln, hob fünfstelligen Betrag ab

So ins Vertrauen gezogen, erklärte „Herr Steinbach“ der Frau, dass sie mit einer Abhebung über 10.000 Euro bei der Aufklärung der Tat behilflich sein könnte. Der nette Kripomann bestellte ihr sogar ein Taxi, das sie zur Hausbank nach Köln fuhr.

Die 81-Jährige hob dort das Geld ab und deponierte es im Glauben, es handele sich um Falschgeld, wie vereinbart in einer blauen Tonne an einer Gaststätte. 

Am Dienstag (26. Januar) tischten die Betrüger der Pulheimerin die gleiche Lüge auf, setzten sie unter Druck. Diesmal legte sie 25.000 Euro in die Tonne. Weitere 25.000 Euro am Mittwoch (27. Januar). Jetzt ging es sogar um eine Razzia, die vorbereitet werde. 

Abzocke in Pulheim: Falscher Polizist kündigte Kölner Bürgermeister samt Presse an

Als sie die Rentnerin bereits ausgenommen hatten wie eine Weihnachtsgans, rief „Herr Steinbach“ erneut an. Er bestätigte der 81-Jährigen, dass es sich bei ihrem Geld tatsächlich um Falschgeld handele. Zudem behauptete er, dass sie den Täter mittlerweile festnehmen konnten. 

Der falsche Kripomann kündigte an, Mittwochnachmittag um 16 Uhr mit dem Kölner Bürgermeister und Polizisten nebst Vertretern der Presse als Dank für ihre Mithilfe bei ihr zu erscheinen, um ihr feierlich ihr ganzes Geld zurückzugeben. 

Als niemand kam, wählte die Rentnerin die Nummer des „Herrn Steinbach“ – und hatte eine Ausländerin an der Strippe. Daraufhin suchte die nun doch misstrauische 81-Jährige die Pulheimer Polizeiwache auf und erstattete Anzeige. (iri)

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