Täter rief „Allahu akbar“ Kölner Polizei fasst Messerstecher – AfD-Plakat das Motiv?

Ein VW Golf wird abgeschleppt, nachdem beide Insassen festgenommen wurden

Ein VW Golf wird in Stolberg abgeschleppt, nachdem die beiden Insassen von der Polizei festgenommen wurden. Einer von ihnen soll zuvor eine Messerattacke ausgeführt haben.

Köln/Stolberg – In Stolberg bei Aachen ist in der Nacht zu Sonntag ein Autofahrer (23) niedergestochen und schwer verletzt worden. 

Da schon unmittelbar nach der Tat ein islamistischer Hintergrund der Tat nicht ausgeschlossen werden konnte, hatte die Polizei Köln die Einsatzleitung übernommen.“ Jetzt haben die Behörden ein mögliches Motiv des mutmaßlichen Täters genannt.

Stolberg: Angreifer soll „Allahu akbar“ gerufen haben

 Am frühen Sonntagabend meldete die Kölner Polizei via Twitter einen Fahndungserfolg: „Der Gesuchte konnte in Stolberg in einem Fahrzeug als Beifahrer durch ein mobiles Einsatzkommando festgenommen werden.”

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Blutspuren auf dem Asphalt zeugen von der Festnahme des mutmaßlichen Messer-Angreifers, der bei dem Zugriff der Polizei verletzt wurde.

Später teilte sie mit, dass auch der Fahrer (23) festgenommen worden sei. Beide Männer sowie ein Polizist seien bei dem Zugriff um 18.20 Uhr verletzt worden. Der Fahrer ist inzwischen wieder auf freiem Fuß. Er wird laut Polizei als Zeuge geführt

Messer-Attacke in Stolberg: Zusammenhang mit  Kommunalwahlen in NRW?

Der Angreifer (21), der einem Haftrichter vorgeführt wurde, habe „Allahu akbar“ gerufen, sagte eine Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft, die das Verfahren am Montag übernahm.

Die mutmaßlich islamistische Messer-Attacke steht laut den Ermittlern möglicherweise in Zusammenhang mit der Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen. Der Vater des 23-jährigen Opfers sei auf einem Werbemotiv der AfD zu sehen gewesen, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft, die das Verfahren am Montag übernommen hat.

Stolberg: AfD-Werbung mit Türken gegen dessen Willen?

Der Vater des Opfers könnte Hintergrund für den Angriff gewesen sein, so der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft. Auf dem Motiv der AfD Stolberg waren fünf Männer zu sehen, dazu der Slogan „Auch Deutsch-Türken wollen Veränderung“. Den Ermittlern zufolge sagte der Vater aus, dass er keine Einwilligung für die Wahlwerbung gegeben habe. Der Vater ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft Türke. Sein Sohn hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Beschuldigte sei Deutsch-Iraker.

23-Jähriger in Stolberg durch Messerstich verletzt

Der 21-Jährige hatte in der Nacht zum Sonntag um 0.40 Uhr in Stolberg von außen die Fahrertür eines langsam fahrenden Autos geöffnet und laut Polizei unvermittelt mit einem Messer auf den Fahrer eingestochen. Das Opfer habe „schwere Verletzungen erlitten“, so die Polizei. Der 23-Jährige sei in einer Klinik operiert worden.

Laut Ermittlerkreisen kannten sich der mutmaßliche Täter und das Opfer offenbar.

Nach Angaben der „Aachener Zeitung“ stoppten schwerbewaffnete Polizisten einige Stunden zuvor ein voll besetztes Auto in Aachen. Zwischen beiden Vorfällen gebe es keinen Zusammenhang, sagte der Polizeisprecher.

Bei dem SEK-Einsatz in Aachen sei es um Freiheitsberaubung gegangen. (dpa, so, aa, jan)

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