Mann (18) außer KontrolleMenschen flüchten in Panik aus dem Kölner Hauptbahnhof

Menschen stehen am Hauptbahnhof in Köln am Infoschalter in einer Schlange.

Am Hauptbahnhof in Köln, hier ein Symbolfoto aus dem Juni 2022, hat ein 18-Jähriger für Panik gesorgt. Viele Menschen flüchteten aus dem Gebäude.

Panik im Kölner Hauptbahnhof: Weil ein 18-jähriger Mann die Kontrolle verlor, flüchteten Menschen aus dem Gebäude. Die Bundespolizei und ein mutiger Passant mussten eingreifen.

Mit einer unglaublichen Aktion hat ein 18-jähriger Mann am Donnerstagmorgen (8. Juni 2023) für Panik am Kölner Hauptbahnhof gesorgt. Wie die für den Bahnhof zuständige Bundespolizei am Freitag (9. Juni) bekanntgab, seien einige Menschen in Panik aus dem Gebäude geflüchtet, nachdem sie einen extrem lauten Knall gehört hatten.

Wie sich später herausstellte, hatte der 18-Jährige mehrere Pflasterstein vor dem Hauptbahnhof aufgesammelt und einen davon gegen die Scheibe eines Geschäfts geworfen. Das hatte den lauten Knall ausgelöst.

Extrem lauter Knall: Mann (18) wirft Pflastersteine im Kölner Hauptbahnhof

Gegen 9.30 Uhr hatten Einsatzkräfte der Bundespolizei die flüchtenden Menschen wahrgenommen. Erste Zeugen berichteten von einer Schlägerei vor einem Geschäft in der A-Passage des Bahnhofs.

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Vor Ort fanden die Einsatzkräfte tatsächlich zwei Männer vor, die am Boden miteinander rangelten. Ein 39-jähriger Kölner hatte den 18-Jährigen stoppen und von weiteren Taten abhalten wollen. Die Streithähne wurden von der Bundespolizei getrennt.

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Da der 18-jährige Täter mehrfach versuchte, nach Polizisten zu treten und sich aggressiv wehrte, legten sie ihm Handfesseln an und verbrachten ihn zur Dienststelle.

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Eine Videoauswertung brachte dann endlich Licht ins Dunkle: Die Pflastersteine hatte der junge Mann vor dem Gebäude aufgehoben und mit einem die Scheibe des Geschäfts beschädigt. Aber damit nicht genug: Er drohte auch, die weiteren Pflastersteine auf die umstehenden Personen zu werfen. Das hätte womöglich zu schweren Verletzungen führen können. Kurz darauf schritt der 39-jährige Mann ein.

Die Bundespolizei fertigte eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung, Bedrohung, gefährlicher Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Der Mann durfte den Hauptbahnhof mit einem Platzverweis verlassen, wird sich nun aber wegen seiner Taten verantworten müssen. (tw)