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Nach Stadion-HeiratsantragSchiri offenbar attackiert – FC verurteilt Angriff

Pascal Kaiser und sein Partner fallen sich nach dem Heiratsantrag in die Arme.

Pascal Kaiser machte seinem Partner im FC-Stadion einen Heiratsantrag.

Aktualisiert

Schock für Pascal Kaiser! Nach seinem Antrag im FC-Stadion wurde er nun offenbar angegriffen.

Ein schrecklicher Vorfall erschüttert Pascal Kaiser. Der Amateur-Schiedsrichter, der durch seinen Heiratsantrag im Stadion des 1. FC Köln bekannt wurde, ist offenbar Opfer eines Angriffs geworden.

In der Nacht zum Sonntag sollen drei unbekannte Männer Pascal Kaiser in seinem Garten tätlich angegriffen und verletzt haben. Sein Anwalt bestätigte gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass Kaiser daraufhin im Krankenhaus behandelt werden musste.

Staatsschutz prüft homophoben Hintergrund

Zuvor hatte die französische Sportzeitung „L’Équipe“ darüber berichtet. Laut dem Anwalt habe Kaiser im Vorfeld des Angriffs „eine Vielzahl an Drohungen“ erhalten. Ein Foto, das die Folgen des Angriffs zeigen soll, kursiert und zeigt Kaiser mit einem blauen und geschwollenen rechten Auge.

Zu den Hintergründen der Tat will sein Anwalt nicht spekulieren. „Hinweise auf ein konkretes Tatmotiv liegen gegenwärtig nicht vor“, erklärte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung liegt der Polizei vor, wie ein Sprecher bestätigte. Die Hintergründe sind aktuell noch völlig unklar. Ob die Tat einen homophoben Hintergrund hat oder mit Betrugsvorwürfen gegen Kaiser zusammenhängt, ist Teil der Ermittlungen. Auch der Staatsschutz ist eingeschaltet, um ein mögliches homophobes Motiv zu prüfen.

Kaiser engagiert sich seit Jahren öffentlich für die Rechte von queeren Menschen. Bei seinem Heiratsantrag am 30. Januar vor rund 50.000 Fans im Rhein-Energie-Stadion erklärte er vor laufenden Kameras, er wolle sich „nicht verstecken, sichtbar sein“. 

Drei Männer sollen Pascal Kaiser in seinem Garten angegriffen haben.

Drei Männer sollen Pascal Kaiser in seinem Garten angegriffen haben.

Kurz darauf wurden Betrugsvorwürfe von den Betreibern einer Kölner Bar gegen ihn laut. Den Barbetreibern zufolge meldeten sich später weitere Personen mit Vorwürfen gegen Kaiser.

Die Staatsanwaltschaft bestätigte eine Anzeige der Barbetreiber. Das Verfahren sei Anfang 2025 vorläufig eingestellt worden, „weil keine sicheren Erkenntnisse dazu vorlagen, wo der frühere Angestellte tatsächlich wohnte, beziehungsweise wo er sich länger aufhielt“, wie es zunächst hieß. Daraufhin habe die Staatsanwaltschaft „strafprozessuale Maßnahmen zur Aufenthaltsermittlung“ veranlasst.

Kurz darauf machte die Staatsanwaltschaft jedoch einen Rückzieher. Die Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Kaiser – und damit das Ende der Fahndung – sei „in unserem Datensystem aufgrund eines Büroversehens bedauerlicherweise zunächst nicht erfasst worden“, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer der „Bild“. Es wird also nicht nach ihm gefahndet, aber die Ermittlungen laufen weiter. Der Anwalt des Schiedsrichters weist die Betrugsvorwürfe gegen seinen Mandanten zurück.

Der 1. FC Köln meldete sich am Dienstag in den Sozialen Medien zu Wort und verurteilte den Angriff auf Pascal Kaiser. „Der leere Hass, der hinter dieser feigen Attacke steckt, bestätigt auf abscheuliche Art und Weise, wie wichtig unser Engagement als FC-Familie gegen jede Form von Gewalt ist“, hieß es in der Stellungnahme, die unter anderem bei Facebook veröffentlicht wurde. „Als 1. FC Köln stehen wir aus Überzeugung für Akzeptanz, Vielfalt und Gleichberechtigung ein – im Sport und in der Gesellschaft, auf dem Platz und im Alltag.“ (Verrotten)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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