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Leiche angezündet Mordanklage gegen Kölner (34): So heimtückisch soll er Geliebte getötet haben

Ein Mann in einem weißen Ganzkörperanzug beugt sich in ein Auto.

Ein Kölner Ermittler untersuchte am 28. Januar den Fiat Panda des Mordopfers.

Sieben Monate nach dem Grusel-Mord an Silvia B. (31) wurde Anklage gegen ihren ehemaligen Geliebten erhoben. Der Kölner (34) sitzt seit Heiligabend in U-Haft. Die Vorwürfe gegen ihn sind schrecklich. 

Köln/Ochtendung. Sie wurde erschossen, ihre Leiche dann auf einem Feldweg angezündet ... Der Fund der getöteten Silvia B. (31) am 18. Dezember 2020 im rheinland-pfälzischen Ochtendung erschütterte die ganze Region. Jetzt wurde Anklage gegen den mutmaßlichen Täter erhoben. Am Mittwoch, 21. Juli, erfuhr EXPRESS erschütternde Einzelheiten. 

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen Kölner (34), der an Heiligabend durch ein Spezialeinsatzkommando (SEK) festgenommen worden war und seitdem in U-Haft sitzt. Das Opfer war seine Geliebte. 

Kölner Staatsanwaltschaft: Silvia B. wurde in ihrem Auto erschossen

„Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeschuldigte den Entschluss fasste, die Geschädigte, mit der er eine außereheliche Beziehung hatte, zu töten“, so Jan Orth, Sprecher des Kölner Landgerichts. Das Motiv sei im Ermittlungsverfahren noch nicht ganz klar geworden. 

Laut Anklage soll der 34-Jährige Silvia B. in den Abendstunden des 17. Dezembers ermordet haben. Demnach soll er mit der 31-Jährigen in ihrem Fiat Panda irgendwo hin gefahren und dann ausgestiegen sein, um die im Auto sitzende Frau von außen heimtückisch zu erschießen. Silvia B. wurde von zwei Kugeln getroffen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie durch Musik abgelenkt war. 

Laut Kölner Staatsanwalt hatte Tatverdächtiger einen Gehilfen

Anschließend soll der Angeschuldigte die Leiche mit Hilfe eines Gehilfen nach Ochtendung gebracht, sie mit Brandbeschleuniger übergossen und angezündet haben. Am nächsten Tag, den 18. Dezember, entdeckte eine Spaziergängerin die Tote. Silvia B. konnte erst am 23. Dezember identifiziert werden. 

Nach EXPRESS-Informationen hatte der verheiratete Kölner die aus Bulgarien stammende Frau auf der Arbeit im Koblenzer Raum kennengelernt und mit ihr im Laufe des letzten Jahres eine Affäre angefangen. Wurde dann aus Liebe Hass? Oder war der 34-Jährige rasend vor Eifersucht?

Die sehr attraktive, dunkelhaarige Silvia B. wohnte zuletzt in Kruft, unweit von Ochtendung, und hatte einen Sohn. Die Obduktion ergab, dass die 31-Jährige erschossen worden war – in Köln, sind sich die Fahnder ziemlich sicher. Nach wochenlanger Fahndung wurde dort am 15. Januar endlich auch der Wagen des Opfers gefunden. Der Fiat Panda war auf der Allerstraße in Köln-Chorweiler abgestellt worden. 

Die Allerstraße in Köln-Chorweiler.

Am 15. Januar wurde der Fiat Panda des Opfers auf der Allerstraße in Köln-Chorweiler entdeckt. 

Kölner Mordermittler sicherten Spuren und Fingerabdrücke im Opfer-Wagen

„Wir haben in dem Fahrzeug Spuren, darunter Fingerabdrücke festgestellt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Tat im Zusammenhang stehen“, erklärte damals der Kölner Mordermittler Markus Weber. Auch, dass in dem Fiat versucht worden sei, Spuren zu beseitigen. Im Inneren des Autos sei mit Reinigungsmitteln gearbeitet worden. Dass die Leiche in dem Fiat nach Ochtendung gefahren wurde, sei nicht auszuschließen, so Weber.

Zwei Zettel der Polizei mit Autofotos und der Bitte um Hinweise kleben an einer Glasscheibe.

Kölner Ermittler verteilten im Januar Plakate mit Fotos des Pandas und baten um Hinweise. 

Die Ermittlungen gestalteten sich schwierig. Zumal nicht nur der Tatverdächtige schwieg, auch die meisten seiner engsten Angehörigen machten von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Die Fahnder setzen daher auch auf die Öffentlichkeit, gingen von Haustür zu Haustür und verteilten Zeugenaufrufe. Sie interessierte vor allem, wann und von wem der Fiat Panda in Chorweiler geparkt worden war. 

Mutmaßlicher Mörder muss sich vor Kölner Landgericht verantworten

Es gingen mehrere Hinweise ein. Auch die Tatwaffe konnte inzwischen sichergestellt werden. Unter welchen Umständen und ob ein Zeugenhinweis zum Auffinden geführt hat, wurde bislang nicht bekannt. 

Polizei und Staatsanwaltschaft setzen alles dran, um die grausige Tat aufzuklären – und den mutmaßlichen Mörder vor Gericht zu bringen. Das sind sie auch Silvia B.s kleinem Sohn schuldig. Wann der Prozess vor dem Kölner Landgericht beginnt, steht noch nicht fest.