Nicht nur Amazon Kölner wollen bei lokalen Händlern shoppen: Experte weiß, wo es hakt

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Die Händler hangeln sich von Lockdown zu Lockdown. Kölner Kunden wollen den lokalen Handel online unterstützen. Auf dem Symbolfoto ist die Ehrenstraße am 18. März 2021 zu sehen.

Köln – Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie werden auch in Köln immer offensichtlicher. Spätestens jetzt wird deutlich, welchen Stellenwert der Online-Handel hat. Viele Kölner wollen den lokalen Handel auch online unterstützen, bestellen jedoch oft notgedrungen bei Internetgiganten. Woran das liegt und wie es zukünftig besser klappen könnte, weiß Handels-Experte Patrick Hünemohr.

  • Kölner Händler von Corona-Krise geplagt
  • Viele Händler bestellen 
  • Drei Online-Tipps, die Händlern auch nach der Krise helfen

Kölner Einzelhandel: Experte erklärt, wie Händler gut durch die Krise kommen

Herr Hünemohr, warum ist der Kölner Einzelhandel noch nicht „digital unschlagbar“ – was muss sich ändern?

Wenn wir beim Kölner Einzelhandel die Hohe Straße vor Augen haben, dann ist das der Einzelhandel, der digital bereits bestens versorgt ist. Doch das ist nicht der überwiegende Anteil des Kölner Einzelhandels. Ich spreche vom Geschäft um die Ecke und vom Blumenhandel oder dem Friseur und dem kleinen Bäcker.

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In seinem aktuellen Buch: „Lokal Digital Unschlagbar“ geht Patrick Hühnemohr der Frage auf den Grund, wie lokale Händler eine gute Online-Präsenz aufbauen können. 

22 Prozent dieser Unternehmen hatten bei unserer Erhebung vor dem ersten Lockdown noch nicht einmal eine Website, geschweige denn einen Social-Media Kanal. Hier liegt der Hase im Pfeffer. Die Händler müssen ihre digitalen Optionen besser ausschöpfen. Für alle Händler, die digital schneller agieren und Kunden kontaktieren möchten, ist beides eine tolle Möglichkeit.

Legen die Kölner denn online überhaupt Wert auf den kleinen Händler um die Ecke?

Definitiv, uns liegt eine Studie vor, die aussagt, dass bereits 16 Prozent der Kölner im ersten Lockdown auf einen Händler aus dem Veedel aufmerksam geworden sind, den sie vorher noch nicht einmal kannten. Alles online – und das Interesse endet oft in einer Kaufentscheidung! Auf diesem Trend und dem Willen der Kölner, den lokalen Handel zu unterstützen, können wir doch wunderbar aufbauen.

Könnten Händler im Lockdown erfolgreicher sein, wenn sie sich besser vermarkten würden?

Ich sage ja, auf jeden Fall! Und zwar aus einem einfachen Grund: Die Nutzer, haben sich alle daran gewöhnt, dass es digitale Kanäle für das digitale Umfeld gibt. Das Schaufenster ist ins Digitale gewandert. Jedenfalls für den Händler, der auch online arbeitet. Für die anderen verschärfen sich die existenziellen Probleme.

Die Händler werden auch nach der Pandemie davon profitieren, ins Online-Geschäft investiert zu haben. Denn: Die Kunden bekommen sie nicht mehr vom Smartphone weg! Sie drehen den Digital-Trend, der sich durch Corona nur beschleunigt hat, ohnehin nicht mehr um. 

Welche drei Tipps sind die Wichtigsten, um Kunden im Corona-Lockdown digital gut abzuholen?

Google-Sichtbarkeit und damit Online-Präsenz erhöhen

Wer auch bei Google auf lokale Sichtbarkeit setzt und optimiert, wird schneller gefunden und von Kunden kontaktiert. Google-Sichtbarkeit hilft jedem Produkt und dem Anbieter, egal in welcher Branche. Kaufentscheidungen ohne Vorinformation werden seltener getroffen.

Einfache Kontakt-Möglichkeit herstellen

Viele Websites setzen nach wie vor auf „Schönheit“ und Website-Ästhetik, viel wichtiger ist es jedoch, dem Kunden eine schnelle und vor allem eine einfache Kontaktaufnahme zu ermöglichen. Gastronomen müssen „Click & Collect“ über die Website sicherstellen.

Für die Wirte ist es wichtig, die Speisekarte mit den verfügbaren Produkten gut auffindbar zu zeigen und Bestellwege auf der Website zu integrieren. Für Einzelhändler kann es die digitale Terminvereinbarung (Click & Meet) sein oder die einfache Bereitstellung der Rufnummer für einen spontanen Beratungs-Call oder Termin-Call. Kunden sollten nie zu viele Wege gehen müssen (auch nicht digital), um zum Produkt zu gelangen.

Wertschöpfung komplett ins Digitale übertragen

Die Händler müssen ihre komplette Wertschöpfung ins Digitale übertragen können, je nach Angebot muss die Auswahl und der Kauf sowie die Zustellung des Produkts über die Website möglich sein – ohne Umwege! Die „Click & Collect“- Google-Auffindbarkeit muss im nächsten Schritt erhöht und auf das Angebot zugeschnitten werden. Gerade Einzelhändler sollten sich auf eine gute Shop-Funktion auf ihrer Website konzentrieren.

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