Kölner Studentin (†19) erstochen Angehörige finden ihre Leiche im Wohnheim

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Ermittler der Spurensicherung betreten das Studentenwohnheim im Stadtteil Wesertor.

Köln/Kassel – Sie verließ 2017 ihr Elternhaus im Kölner Westen, um in Kassel zu studieren – jetzt ist die hübsche Kölnerin Aylin M. (19, Name geändert) tot. Angehörige entdeckten ihre Leiche in ihrem kleinen Appartement in einem Studentenwohnheim. Auch der Leichnam eines jungen Mannes (19) lag in dem Zimmer, das die Studentin erst vergangenes Jahr bezogen hatte.

Die 19-Jährige hatte im 2017 ihr Abitur auf einem Gymnasium im Kölner Umland gemacht. Als humorvolle und beliebte Schülerin hatte sie die Leistungskurse Mathe und Englisch und strebte nach ihrem Schulabschluss schnell nach mehr.

Sie meldete sich nicht mehr

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Das Studentenwohnheim ist mit 240 Appartements das größte seiner Art in Kassel. Hier starb die junge Kölnerin.

Sie wollte studieren und zog im vergangenen Jahr nach Kassel, wo sie einen Studienplatz bekam. Regelmäßig telefonierte sie mit ihrer Familie im Kölner Westen und anderen Angehörigen. Bis sie letzte Woche plötzlich nicht mehr ans Telefon ging. Anrufe, Nachrichten auf der Mailbox, Whatsapp-Chats – alle Kontaktversuche blieben von heute auf morgen unbeantwortet. Für Familie und Freunde war sofort klar, dass da etwas nicht stimmte.

Angehörige begaben sich somit am vergangenen Donnerstag auf den Weg zum Ostring in Kassel und machten vor Ort eine schreckliche Entdeckung. In Aylins Appartement lagen die tote Studentin und ein toter Mann.

Beide Leichen wiesen schwere Stich- und Schnittverletzungen auf. Sofort wurden Polizei und Rettungsdienst gerufen. Doch für die jungen Menschen kam jede Hilfe zu spät.

Mutmaßliche Tatwaffe gefunden

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Die Polizisten sperrten für die Tatortaufnahme und die Untersuchungen vor Ort die gesamte Etage.

Die Kripoermittler sperrten zur Spurensicherung die gesamte Etage von Kassels größtem Wohnheim. Inzwischen sind sich die Beamten nach Auswertung der Spuren sicher, dass der 19-jährige Bremer bereits am Mittwochvormittag Aylin erstochen und sich anschließend auf die gleiche Weise selbst das Leben genommen hat.

„Die mutmaßliche Tatwaffe haben wir am Tatort gefunden. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass eine dritte Person an dem Geschehen beteiligt gewesen sein könnte“, bestätigte ein Polizeisprecher.

Woher kannten sie sich?

Aylin und der wohnsitzlose Bremer wurden vor dem Drama von anderen Appartementbewohnern mehrfach zusammen gesehen. Derzeit ist noch unklar, in welcher Beziehung die beiden zueinander gestanden haben. Deswegen suchen die Mordermittler des Kriminalkommissariates 11 nun nach Angehörigen und Bekannten in Aylins Umfeld, die mehr über das Verhältnis der beiden und über die Lebensumstände sagen können.

„Es ist schwer, bei solchen Fällen die Hintergründe zu klären. Ohne Abschiedsbrief wird wohl unklar bleiben, ob es sich um einen gemeinschaftlichen, erweiterten Suizid oder um einen Mord mit anschließendem Suizid handelt“, so ein Ermittler gegenüber EXPRESS.

Keine Klärung in Sicht

Da der Täter aber nicht mehr lebt und gegen Tote nicht ermittelt wird, dürfte der Fall zeitnah zu den Akten gelegt werden. Auch wenn dies bedeutet, dass das Motiv dieser grausamen Tat nie ans Licht kommen wird.

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