Silvester in Köln Massenschlägerei mit 50 Personen – Frau auf Toilette vergewaltigt

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Die Polizei nimmt einen Verdächtigen in Gewahrsam.

Köln – Während die Polizei in einer ersten Bilanz von einer ruhigen Kölner Silvesternacht spricht, kam es in der Nacht zu Neujahr im Kölner Stadtteil Meschenich zu einer Massenschlägerei mit rund 50 Personen.

Zuvor hatten Anwohner kurz nach Mitternacht die Feuerwehr wegen eines Wohnungsbrandes im ersten Obergeschoss eines Hochhauses in der Straße An der Fuhr alarmiert. Hierbei wurde eine Katze getötet.

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Die Polizei nimmt einen Verdächtigen in Gewahrsam.

Im Umfeld der Löscharbeiten kam es zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen mehreren Passanten.

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Gäste zweier Silvesterfeiern prügeln sich

Nach jetzigem Ermittlungsstand waren die Beteiligten von zwei privaten Silvesterfeiern aus noch ungeklärtem Grund aneinander geraten und hatten sich auf der Straße geschlagen.

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Mehrere Einsatzkräfte waren in Meschenich vor Ort.

Die Beamten setzten Pfefferspray ein und forderten Verstärkung an, nachdem sie bei dem Versuch, die Streitparteien zu trennen, selbst von Einzelnen angegriffen worden waren.

Insgesamt waren 20 Streifenwagen sowie eine Einsatzhundertschaft vor Ort. Teilweise waren die Beamten mit Maschinengewehren bewaffnet.

Die Polizisten nahmen drei junge Männer in Gewahrsam und leiteten Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstands ein.

Rettungskräfte der Feuerwehr fuhren einen Beteiligten der Schlägerei in ein Krankenhaus.

28-Jährige auf Toilette vergewaltigt

Zudem wurden laut Kölner Polizeibilanz sieben Straftaten mit sexuellem Hintergrund zur Anzeige gebracht (Vorjahr: 8).

In den Toiletten einer Gaststätte in der Altstadt wurde eine 28-jährige Touristin aus Süddeutschland von einem Unbekannten vergewaltigt.

Diesen hatte die Frau in der Nacht beim Konsum von Drogen kennengelernt.

Bei den sechs übrigen Fällen handelt es sich nach jetzigem Ermittlungsstand um Tatbestände der sexuellen Belästigung. 

In fünf dieser sechs Fälle stellten Polizisten die Tatverdächtigen noch in Tatortnähe. Wie im Vorjahr sind im Erfassungszeitraum vier Raubdelikte angezeigt worden.

Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen in Köln

Zusätzlich zu den Kräften privater Wachdienste waren rund 1100 Polizisten zum Jahreswechsel in Köln und Leverkusen im Einsatz.

Schwerpunktmäßig waren die zusätzlichen Beamten auf den Straßen, Plätzen und Brücken der Kölner Innenstadt präsent.

„Wir waren mit unseren Einsatzkräften - so wie wir es uns vorgenommen hatten - in der gesamten Innenstadt präsent und überall dort zur Stelle, wo sich Auseinandersetzungen anbahnten“, bilanziert der Einsatzleiter Klaus Rüschenschmidt.

86 Platzverweise in Köln ausgesprochen

Bereits ab 1 Uhr verließen viele Feiernde die Innenstadt und machten sich auf den Heimweg. Bis 2.30 Uhr sprachen Beamte des Sondereinsatzes 86 Platzverweise gegen aggressive und häufig alkoholisierte Störer aus und nahmen elf unbelehrbare Männer in Gewahrsam.

Im Sondereinsatz wurden drei Polizisten durch Widerstandshandlungen leicht verletzt. Insgesamt brachten Polizisten aus Köln und Leverkusen bis 9 Uhr am Neujahrsmorgen 44 Männer und eine Frau - zumeist zur Ausnüchterung - ins Polizeigewahrsam.

Im Zeitraum zwischen 18 Uhr am Silvesterabend bis 10 Uhr zum Neujahrsmorgen hat die Polizei in Köln und Leverkusen 249 Strafanzeigen aufgenommen (Vorjahr: 214).

In 86 Fällen laufen die Ermittlungen wegen Körperverletzungsdelikten (Vorjahr: 88). Zudem ermitteln die Polizeibeamten in 54 Fällen wegen Sachbeschädigung
(Vorjahr: 33) und in 13 Fällen wegen des Verdachts eines waffenrechtlichen Verstoßes (Vorjahr: 7).

Sechs Geschädigte erstatteten Anzeige wegen diverser Beleidigungsdelikte (Vorjahr: 10).

25 geparkte Autos demoliert

Gegen 2.45 Uhr stellten Polizisten dank eines aufmerksamen Anwohners vier männliche Jugendliche (16, 17, 17, 17) in der Montanusstraße in Köln-Mülheim. Die Vier stehen im Verdacht, an 25 geparkten Autos Außenspiegel abgetreten zu haben.

(mt) 

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