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In wenigen Tagen ist SchlussKölner Restaurant von TV-Koch macht dicht – so geht es weiter

Steffen Hensslers „Ahoi“ im Motorworld Köln (Archivbild).

Copyright: Csaba Peter Rakoczy

Steffen Hensslers „Ahoi“ im Motorworld Köln (Archivbild).

Ende März ist Schluss: Das Kölner Restaurant „Ahoi“, hinter dem TV-Koch Steffen Henssler steckt, macht dicht. Für das Personal gibt es bereits eine Lösung. 

Das Restaurant „Ahoi Steffen Henssler Köln“ in der Ossendorfer Motorworld stellt am 29. März seinen Betrieb ein. Als Anlass wird der zum Monatsende auslaufende Pachtvertrag genannt. Diese Information gab Geschäftsführer Hubert Sterzinger auf Nachfrage des „Kölner Stadt-Anzeiger“ bekannt und enthüllte sogleich: „Wir werden einen neuen Standort in Köln eröffnen: und zwar auf einem Schiff auf dem Rhein“, so Sterzinger.

Er führt zudem das Architekturbüro „Superstudio21“, welches für seine Hotel- und Gastronomiegestaltungen bekannt ist. In der Domstadt hat das Büro beispielsweise das „Wilma Wunder“ am Friesenplatz sowie das Café de Paris an der Ehrenstraße konzipiert.

„Wir glauben, dass der neue Ort super ankommen wird“

Sterzinger zeigt sich zuversichtlich, dass die hanseatisch geprägte Fast-Food-Idee von Gründer und TV-Koch Steffen Henssler an einem Ort am Wasser besser aufgehoben ist als auf dem Areal eines früheren Flughafens.

„Zuletzt war es mit der Besucherfrequenz hier nicht so einfach“, gesteht Sterzinger. „Wir glauben, dass der neue Ort super ankommen wird und auch authentischer ist“, fügt er hinzu. Die Eröffnung der neuen Location ist für das Frühjahr 2027 geplant. Man könne das Objekt zwar schon zum Jahreswechsel übernehmen, doch vorher seien noch Umbaumaßnahmen erforderlich.

Steffen Hensslers „Ahoi“ im Motorworld Köln.

Copyright: Csaba Peter Rakoczy

Steffen Hensslers „Ahoi“ im Motorworld Köln.

Die Lage in Ossendorf war nicht ideal, und zusätzlich belastete ein Vorfall die Situation. Im Jahr 2024 wurden in einer Niederlassung in Bremen Mängel bei der Hygiene aufgedeckt. Sterzinger meint, dass er danach einen Rückgang der Gästezahlen im Kölner Lokal bemerkt habe. Dabei handelt es sich beim „Ahoi“ um ein Franchise-System, bei dem jeder Inhaber eigenständig wirtschaftet.

Der bekannte Fernsehkoch Steffen Henssler persönlich hat sich schon Ende 2024 aus dem Unternehmen verabschiedet und all seine Beteiligungen veräußert. Henssler rief das „Ahoi“-Konzept 2017 in Hamburg ins Leben, der Stadt, in der er einen Abschnitt seiner Jugend verlebte. Der Fokus der Kette liegt auf Norddeutschland, doch auch in Dortmund existiert ein Ableger. Gemäß dem Facebook-Auftritt der Ahoi-Gruppe zählt man momentan 14 Standorte.

Was passiert mit den Angestellten in Köln?

Das Menü umfasste Gerichte wie Fish’n’Chips, Hamburger Pannfisch und Shrimps’n’Chips. Auch sogenannte Sushi-Bowls, Currywurst mit Pommes und verschiedene Steaks wurden angeboten.

Carsten Henn, der Restaurantkritiker für den „Kölner Stadt-Anzeiger“, besuchte das Kölner Ahoi nach dem Start im Jahr 2021. Sein Urteil: nur einer von sechs möglichen Sternen. Seine Kritik richtete sich dagegen, dass ein eindeutiges Konzept für Fischgerichte fehle und die Speisekarte zu breit gefächert sei. Lediglich die „Fritten Henssler Style“ mit Peperonicreme konnten ihn überzeugen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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