Hubschrauber im Einsatz Lkw-Crash auf A1 bei Burscheid: Verkehr jetzt einspurig Richtung Köln

„Unsägliches Bild“ Erkennen Sie diesen Mann? Kölner und ihre irren Lappen-Storys

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Der alte Lappen von Armin Maiwald.

Köln – Die Führerscheinkrise: Die Durchfallquoten bei der Führerscheinprüfung für das Auto steigen...

Bei der Theorieprüfung aller Pkw-Klassen lag die Quote 2017 laut Kraftfahrt-Bundesamt bei 39 Prozent (2016: 37 Prozent). Bei der praktischen Prüfung fielen immerhin noch 32 Prozent der Prüflinge durch (Vorjahr: 31 Prozent) – das waren 432 037 nicht bestandene praktische Prüfungen.

Prominente Kölner erzählen: Die Lappen-Geschichte

Jeder erinnert sich da an seine eigene Prüfung und seine Lappenstory. EXPRESS fragte deshalb Kölner Prominente: Wie war es denn bei Ihnen?

Zum Beispiel Armin Maiwald (79) von der „Sendung mit der Maus“. Er schrieb uns seine herrliche Geschichte auf. In typischer „Lach- und Sachgeschichten"-Erzählmanier.

Köln in den 50er Jahren. Mittendrin: der junge Armin. Der „Maus-Mann“ erzählt: „Es gab damals am Hansaring eine Fahrschule Teegarten. Die Dame im Büro fragte mich: „Sind Sie denn schon mal gefahren?“ – „Ja klar“, meinte ich. Damals hatten wir als Jungs natürlich schon mal auf irgendwelchen Autos geübt. Das gehörte sozusagen zum „guten Ton“

Achtung, ehemalige Polizisten!

„Das dürfen Sie den Fahrlehrern aber unter gar keinen Umständen sagen“, meinte die Dame, „das sind alles ehemalige Polizisten. Also melden Sie sich zur ersten Fahrstunde auf dem Übungsgelände in Porz.“

Fahrlehrer zu Armin Maiwald: „Steigen Sie aus, Schwarzfahrer!“

Machte Armin auch. Als der Fahrlehrer aber sah, dass der junge Kerl im Mercedes 170 Diesel problemlos den Slalom-Kurs mit den Hütchen meisterte, schmiss er ihn raus: „Aussteigen, alter Schwarzfahrer! Lässt mich hier alles erklären, als wenn er von tuten und blasen keine Ahnung hätte. Melden Sie sich am Hansaring zur ersten Fahrt auf der Straße!“

Armin Maiwald

Armin Maiwald in seinem Büro: Er hat noch den alten „Lappen“.

Maiwald erzählt weiter: „Zwei Tage später: Diesmal ein VW-Käfer, und ein anderer Fahrlehrer. Wieder die Frage: „Sind Sie schon mal gefahren?“ – „Ja, auf dem Übungsplatz.“ – „Gut, einsteigen, Auto starten, ersten Gang rein, und langsam den Ring hoch Richtung Friesenplatz.“ Ich bin dann losgefahren und habe ohne weitere Anweisung hochgeschaltet bis in den dritten Gang. Wir waren noch nicht am Friesenplatz gekommen, da meinte der Fahrlehrer: „Rechts ranfahren, raus, verdammter alter Schwarzfahrer. Melden Sie sich an zur Prüfungsfahrt“. 

Meine dritte Fahrstunde war also gleichzeitig die Prüfungsfahrt. Die ging natürlich auch ohne jedes Problem über die Bühne. Meinen alten Führerschein hab ich noch. Allerdings ist es eine Zweitschrift, weil der allererste versehentlich mit in die Waschmaschine gekommen war. Aber es ist der gute alte „graue Lappen“. Mit einem unsäglichen Passfoto...“

Ludwig Sebus: Prüfung beim jecken Fahrlehrer

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Mit 30 machte Ludwig Sebus die Pappe. 

Ja, der kölsche Klüngel. Man kennt sich, man hilft sich – auch beim Führerschein: „Es gab einen Fahrlehrer bei der Gesellschaft  »Die Große von 1823«. Zu dem gingen alle Karnevalisten, wenn sie die Pappe haben wollten“, erzählt Ludwig Sebus lachend. „Aber der war wirklich gut: In nur  fünf Stunden hatte ich 1955 die Prüfung bestanden! Und alles kostete zusammen nur   156 Mark.“

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Am Steuer: Beim ADAC lässt Ludwig Sebus seine Fahrtüchtigkeit checken.

Als Krätzchensänger und Außendienstler für Landmaschinen fuhr Sebus 50 000 Kilometer pro Jahr: „Heute mit 93 fahre ich noch gerne Auto – und unfallfrei. Jetzt sind es rund 5000 Kilometer pro Jahr.“

Andrea Schönenborn: Mit dem Bus nach Hause

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Andrea ließ sich mit 30 Jahren noch einmal für den neuen Führerschein ablichten.

Als Sängerin der „Funky Marys“ tourt sie derzeit durch die Säle und ist jährlich auch noch rund 30.000 Kilometer im Auto unterwegs:  Andrea Schönenborn (42) erinnert sich mit einem Schmunzeln an ihre Führerscheinprüfung, die über die A3 Richtung Leverkusen und die B8 Richtung Mülheim ging.

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Jecke WDR-Moderatorin: Andrea Schönenborn mit Lukas Wachten.

 „Ja, ich war ein Streber – und habe die Prüfung direkt beim ersten Mal bestanden“, sagt sie. „Ich machte damals die Prüfung eine Woche vor meinem 18. Geburtstag. Deshalb durfte ich  nicht Auto fahren. Und das war natürlich doof: Zu wissen, dass man den Führerschein  hat, und trotzdem fährt man mit dem Bus nach Hause...“ Besonders das Ein- und Ausparken klappe bei der WDR-Moderatorin sensationell: „Entgegen aller Vorurteile bin ich eine sehr gute Einparkerin.“ Eine  Hilfe seien aber auch diese „akustischen Parksignale“.

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Haben Sie auch eine schöne Führerschein-Geschichte?
Dann schreiben Sie an koeln@express.de
EXPRESS setzt die Serie in den kommenden Tagen fort.

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