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Seit Monaten tote HoseKölner Nerv-Baustelle – Anwohner greift zur Sprühdose

Die Dauerbaustelle in Köln-Riehl. Mit gelber Farbe hat ein Anwohner die Füße der Absperrungen markiert.

Copyright: Trzeciak

Die Dauerbaustelle in Köln-Riehl. Mit gelber Farbe hat ein Anwohner die Füße der Absperrungen markiert.

Ein Bauloch, das keiner schließt, eine Störungsnummer, bei der niemand abhebt – diese Dauerbaustelle nervt in Köln-Riehl.

Auf der Stammheimer Straße im Kölner Stadtteil Riehl, direkt neben einem Rewe-Supermarkt, klafft seit gut einem halben Jahr ein Loch im Bürgersteig.

Absperrgitter, ein grauer Kasten, Bauschutt – und Stillstand. Arbeiter sind hier nie zu sehen. Viele Anwohner sind genervt.

Bauloch und Stolperfalle in Kölner Veedel

Wo früher eine Telekom-Telefonsäule stand, ist heute eine Baustelle. Rot-weiße Absperrbarken sichern den Bereich ab – doch deren Füße sollen schon mehrfach zur echten Stolperfalle geworden sein. Passanten seien fast gestürzt, berichten Anwohner.

Ein Nachbar hat jetzt gehandelt und die schwarzen Kunststofffüße kurzerhand mit gelber Farbe angesprüht – damit man sie wenigstens sieht.

Zudem gibt es auf dem grauen Stromkasten, der bereits in der Baugrube steht, eine Störungsnummer. Da hebt allerdings niemand ab.

Auf EXPRESS.de-Nachfrage versucht ein Sprecher der Rheinenergie das Baustellen-Durcheinander zu erklären. Es handelt sich demnach um Arbeiten der Tochtergesellschaft RheinNetz GmbH.

Ein Stromkasten steht in der Baugrube.

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Dieser Stromkasten steht in der Baugrube. Die Störungsnummer ist ohne Anschluss.

Konkret sei dort im Oktober 2025 mit der Verlegung eines Niederspannungskabels begonnen worden, um die Stromversorgung für die Gebäude Stammheimer Straße 101–103 sicherzustellen.

„In diesem Zusammenhang wurde ein Graben geöffnet und größtenteils bereits wieder verschlossen. Ein etwa sechs Meter langer Abschnitt ist aktuell noch offen geblieben“, so der Rheinenergie-Sprecher.

Der Grund: Dort muss noch ein bestehendes 10‑Kilovolt‑Hochspannungskabel abgetrennt werden. Soweit, so gut.

Doch es gibt einen Haken: „Voraussetzung dafür ist, dass der betroffene Hauseigentümer seine Anlage auf den neuen Stromanschluss umklemmt. Dieser Umschluss konnte bislang nicht wie ursprünglich geplant erfolgen“, räumt der Sprecher ein.

Auch die RheinNetz sei von einer deutlich kürzeren Zeit für den Umschluss ausgegangen. Man habe den Graben noch offen gelassen, damit nicht nochmal aufgemacht werden müsse.

Nach Ortstermin – Ende der Dauerbaustelle in Sicht

Nach einem gemeinsamen Ortstermin gibt es nun zumindest ein konkretes Datum: Der Hauseigentümer habe sich verpflichtet, den Umschluss spätestens bis zum 7. Juni 2026 vorzunehmen.

„Direkt im Anschluss wird die RheinNetz die verbliebenen Arbeiten durchführen, das Kabel trennen und die Baugrube vollständig verfüllen. Der Abschluss der Maßnahme sollte spätestens im Juni 2026 erfolgen“, verspricht der Sprecher.

Für die Anwohner bedeutet das: noch mindestens zwei weitere Monate Bauloch und ein vereingter Bürgersteig.

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