Am 29. Juli des vergangenen Jahres war eine Kölner Luftwaffen-Pilotin nach dem Absturz eines Bundeswehrhubschraubers im sächsischen Grimma gestorben. Jetzt ist die Unglücksursache klar.
Bundeswehr-UnglückKölner Heli-Pilotin flog in den Tod: Fataler Grund

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Ein Holzkreuz steht am Ufer der Mulde bei Grimma. Es erinnert an den Hubschrauberabsturz vor einem Jahr, bei dem drei Bundeswehrsoldaten ums Leben kamen.
Verena R. (43) war Mitglied des Hubschraubergeschwaders 64 aus Holzdorf auf der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg – dem einzigen Hubschraubergeschwader der Luftwaffe. Zwei weitere Kameraden kamen bei dem Unfall ums Leben.
Die Untersuchung des Unfalls hat nun Klarheit ergeben. „Die Unfallursache ist der Einflug in ein Stahlseil einer Pegelmessstation“, teilte ein Sprecher der Luftwaffe mit. Das habe die Untersuchung des Flugunfalls durch die Abteilung General Flugsicherheit in der Bundeswehr ergeben. Das Seil war in wenigen Metern Höhe quer über den Fluss Mulde gespannt gewesen. Der Hubschrauber war in den Fluss gestürzt.
Hubschrauber war im Tiefflug
Der Hubschrauber war am Morgen des 29. Juli 2025 vom Militärflugplatz Holzdorf zu dem Übungsflug aufgebrochen. Über der Mulde war der Hubschrauber im Tiefflug unterwegs.
Laut Bundesverteidigungsministerium gehört zum Übungsprogramm für Hubschrauberbesatzungen auch das Unterfliegen von Leitungen oder Brücken. „Das Seil konnte durch die Besatzung nicht erkannt werden“, teilte der Sprecher der Luftwaffe mit.
Hindernisse im bodennahen Bereich seien in den verfügbaren Karten nicht verzeichnet. Es liefen nach wie vor Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu dem Fall.

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Ein Stein mit der Aufschrift „Für Papa“ liegt am Ufer der Mulde im Ortsteil Bahren. Neben der Kölnerin Vera R. kamen bei dem Unglück zwei weitere Soldaten ums Leben.
Aus dem Abschlussbericht des Generals Flugsicherheit wolle die Bundeswehr Konsequenzen ziehen, um die Flugsicherheit zu erhöhen und Unfälle zu verhüten. „Unabhängig davon gilt weiterhin: Trainingsflüge und Tiefstflüge über deutschem Hoheitsgebiet bleiben unverzichtbarer Bestandteil der Ausbildung. Erkenntnisse aus dem Abschlussbericht werden im Rahmen von Anpassungen und Sensibilisierungen hinsichtlich der Aus- und Weiterbildung des fliegerischen Personals berücksichtigt“, so der Sprecher.
Zum Jahrestag des tödlichen Unfalls plant die Bundeswehr am kommenden Mittwoch ein nicht öffentliches Gedenken. An dem militärischen Antreten mit anschließendem Feldgottesdienst sollen Angehörige der Bundeswehr sowie Kameradinnen und Kameraden am Standort Holzdorf/Schönewalde teilnehmen.
Verena R., Ehefrau und Mutter von drei Kindern, war auf dem Kölner Friedhof Melaten bestattet worden. (dpa, ade)
