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Kirchenaustritte in Köln Erzbistum mit überraschenden Zahlen

Kardinal Rainer Maria Woelki, Erzbischof von Köln, geht durch einen Spalier aus Gemeindemitgliedern, die ihm die Rote Karte zeigen.

In letzter Zeit gab es in Köln viele Kirchenaustritte. Auf dem Foto ist der Kölner Kardinal Woelki bei einer Demonstration am 27. Mai zu sehen. 

Hat das Erzbistum Köln im Corona-Jahr 2020 mehr Kirchenaustritte als 2019 zu verzeichnen? Nach den zahlreichen Diskussionen um Kardinal Woelki überraschen die neu veröffentlichten Zahlen. 

Köln. In den letzten Monaten gab es viel Wirbel um den Kölner Kardinal Woelki. Rund um den Missbrauchsskandal im Erzbistum wollten viele Kölner aus der katholischen Kirche austreten. Doch 2020 sind laut aktuellen Zahlen trotzdem insgesamt weniger Menschen aus der Kirche ausgetreten – sogar im Erzbistum Köln. Experten und die Kirchen selbst sind sich einig: Das hatte sehr viel mit Corona zu tun.

Köln: 2019 sind mehr Menschen aus der Kirche ausgetreten als 2020

Im Corona-Jahr 2020 sind in Nordrhein-Westfalen deutlich weniger Menschen aus der Kirche ausgetreten – auch im Erzbistum Köln.

Wie das größte deutsche Bistum am Mittwoch (14. Juli) mitteilte, kehrten im vergangenen Jahr im Einzugsgebiet 17.281 Katholiken der Kirche den Rücken. Im Vorjahr (2019) waren es noch 24.298 gewesen.

Erzbistum Köln: Austrittswelle wird sich noch bemerkbar machen

Zum Vergleich: In den Erzbistümern München-Freising und Freiburg sowie im Bistum Rottenburg-Stuttgart traten 2020 noch mehr Menschen aus der Kirche aus als im Erzbistum Köln.

Die heftige Vertrauenskrise um Kardinal Rainer Maria Woelki, die in den vergangenen Monaten zu enorm hohen Austrittszahlen führte, hatte sich erst Ende 2020 entfaltet und dürfte vor allem im laufenden Jahr zu Buche schlagen.

Köln: Zuletzt liefen Gläubige wegen Kardinal Woelki Sturm

Zuletzt waren laut eines „Spiegel“-Berichts viele Katholiken gegen den Kölner Kardinal Woelki Sturm gelaufen. Es hieß, der Kardinal sitze im „Führerbunker“, leide unter „Wirklichkeitsverweigerung.“

Rund um den Missbrauchsskandal protestieren sogar viele seiner Führungskräfte gegen Woelki und hoffen weiterhin auf ein Machtwort des Papstes.

Der Hauptgrund sei die Auseinandersetzung mit den jahrzehntelang vertuschten Missbrauchsfällen im Erzbistum. Der Streit begann 2020, als der Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki ein Gutachten zur sexuellen Gewalt aus Datenschutzgründen nicht veröffentlichte und soll sich auch nach der Veröffentlichung einer neuen Studie im März fortgesetzt haben. (mj/dpa)

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