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Das Alter! „Dicker Pitter“ im Kölner Dom bekommt Schonkur beim Läuten

Die Petersglocke im Kölner Dom, „Dicker Pitter“ genannt

Die Petersglocke im Kölner Dom, hier am 30.10.2018 nach Reparaturarbeiten, darf nicht mehr so oft und so lange läuten.

Die Petersglocke im Kölner Dom, „Dicker Pitter“ genannt, darf nicht mehr so oft und lange läuten. Damit soll ihre Langlebigkeit erhöht werden.

Köln. Dieser satte, berührende Klang, der einem auch schon mal die Tränen in die Augen treibt: Die Kölner werden ihren „Dicken Pitter“ nicht mehr so oft und so lange zu hören bekommen. 

Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ unter Berufung auf Dompropst Guido Assmann. Ein Riss aus den 1950er Jahren erfordere diese Schutzmaßnahme, erklärte Assmann. Das Europäische Kompetenzzentrum für Glocken hatte dem Erzbistum diese Maßnahme für die berühmte Glocke empfohlen, um die Langlebigkeit zu erhöhen.

Kölner Dom: „Dicker Pitter“ ist die Nummer 1

Der „Dicke Pitter“ ist die Glocke Nummer 1 im Kölner Domgeläut. Nicht nur, dass sie schon 98 Jahre alt ist. Im Jahr 1951 wurde ein Riss entdeckt, der 1956 geschweißt wurde. Die Petersglocke wurde dann in einem anderen Winkel aufgehängt, damit der Klöppel (aktuell immerhin 600 Kilo schwer) nicht auf die Schwachstelle schlägt. Doch das reicht jetzt nicht mehr aus.

Der „Dicke Pitter“ im Kölner Dom bekommt eine Schonkur: Statt wie bisher an elf Feiertagen schlägt die größte Glocke des Domgeläuts künftig nur noch zu acht Anlässen im Jahr. Das Geläut entfällt Fronleichnam, Allerheiligen und Silvester/Neujahr. Zudem wird die Läutezeit der 24 Tonnen schweren Glocke um jeweils einige Minuten verkürzt.

Die 1923 gegossene Petersglocke wiegt 24 Tonnen und hat einen Durchmesser von 3,22 Meter. Bis 2016 war sie die größte freischwingende Glocke der Welt.

Für viele Kölner ist ein Vorfall unvergessen: Am 6. Januar 2011 krachte der 800-Kilo-Klöppel des „Dicken Pitter“ um 9.35 Uhr beim Läuten für ein Hochamt auf den Boden des Glockenstuhls. Eine Erschütterung, die sogar die Erdbeben-Messstation des Kölner Doms registrierte. Später bekam die Glocke einen neuen, etwas leichteren Klöppel. (mit dpa)

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