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Nach AfD-EklatKölner CDU-Mann irritiert mit Aussagen: „Russland darf Krieg nicht verlieren”

Max Otte nimmt an einer Pressekonferenz der AfD mit Alice Weidel und Tino Chrupalla teil. Foto von der dpa

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Max Otte (M.), hier bei einem Termin mit Alice Weidel und Tino Chrupalla (beide AfD), hat im Januar 2022 für ein Beben innerhalb der CDU gesorgt. Seinen Parteiausschluss will er nun akzeptieren.

Aktualisiert:

Nach dem AfD-Eklat zu Beginn des Jahres hat sich der Fall des Kölner CDU-Manns Max Otte nun verändert. Allerdings irritierte er auch mit Aussagen zum Krieg in der Ukraine.

Sein Fall hatte Anfang 2022 für jede Menge Zoff gesorgt: Der Kölner CDU-Mann Max Otte (57), damaliger Chef der erzkonservativen Werteunion, hatte das Angebot der AfD angenommen, sich von der Partei als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten aufstellen zu lassen.

Was folgte, war ein Beben innerhalb der CDU. „Wer es als Christdemokrat überhaupt erwägt, von der AfD für das Amt des Bundespräsidenten nominiert zu werden, der verletzt die Werte der CDU und hat in unserer Partei nichts verloren“, sagte Generalsekretär Paul Ziemiak.

Wende im Fall Max Otte: Kölner CDU-Mann will Partei-Ausschluss akzeptieren

Auch andere CDU-Promis wie Armin Laschet (Ex-Kanzlerkandidat) und Hendrik Wüst (NRW-Ministerpräsident) forderten Otte zum Austritt aus der Partei auf, doch der Kölner lehnte ab. Bis jetzt.

Denn seit Freitag (29. April) ist klar: Otte wird den Rauswurf, der daraufhin von der Partei in die Wege geleitet wurde, nun doch akzeptieren.

Max Otte schließt Eintritt in eine andere Partei als die CDU aus

„Ich werde mich nicht gegen einen Ausschluss wehren“, sagte Otte der Deutschen Presse-Agentur. Es zeichne sich nach der ersten Verhandlung vor dem Kreisschiedsgericht in Köln ab, dass er ausgeschlossen werden solle. Den Eintritt in eine andere Partei schließe er aber aus, erklärte er.

Otte begründete seinen Abschied aus der CDU nun mit dem „maßgeblich von der Union betriebenen Antrag zur Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine“. Der Antrag sei „in martialischer Sprache verfasst und kann von Russland als Kriegseintritt Deutschlands interpretiert werden“.

Max Otte irritiert mit Aussage zum Ukraine-Krieg: „Russland darf nicht verlieren”

Eine andere Aussage zum Krieg in der Ukraine sorgte derweil für Irritationen. Otte sagte, Russland dürfe den Krieg zwar nicht gewinnen, aber definitiv auch nicht verlieren. „Man darf eine Atommacht nicht demütigen. Das Gefahrenpotenzial ist ungeheuerlich.“

Schon nach seiner vergeblichen Kandidatur als Bundespräsident hatte er erklärt, sich aus der aktiven Politik zurückziehen zu wollen.

Den Vorsitz bei der Werte-Union hatte er schon Ende Januar niedergelegt. Am Freitag sagte Otte, er wolle aber einfaches Mitglied der Werte-Union bleiben, die keine offizielle Vereinigung der CDU ist, aber sich als „konservative Basisbewegung“ in der Union sieht. (tw, mit dpa)

Nicole Schulze war 24 Jahre alt, als sie 2004 auf dem Straßenstrich an der Geestemünderstraße anfing.
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