Überall in Köln tauchen sie auf. Wer ist verantwortlich für die grünen Papageien-Graffiti?
Grüner Hype in KölnWer steckt hinter den mysteriösen Papageien-Graffiti?

Copyright: Alexander Schwaiger
Ein unbekannter Künstler oder Künstlerin sprüht überall in der Stadt auf Wände und Hausfassaden seine Graffiti mit Papageien-Motiven.
In Stadtteilen wie Ehrenfeld, Sülz oder dem Agnesviertel sind riesige, grüne Vögel mit leuchtend roten Schnäbeln an Hausfassaden und Wänden zu sehen.
Kölner und Kölnerinnen fragen sich: Was hat es damit auf sich?
Grüne Papageien in Köln: Der „kölschen Banksy“?
Dabei sind die gesprühten Vögel kein brandneues Phänomen. Schon im Juli 2025 merkte eine Userin auf Instagram an, die Graffiti seien ihr „seit gefühlt einem Jahr“ bekannt.
Die richtige Welle der Begeisterung startete aber erst durch einen Beitrag im Kölner Reddit-Forum vom 10. Dezember 2025. Jemand postete ein Foto, das eine Brücke am Eifelwall zeigte, und startete damit die große Suche nach allen Papageien in der Domstadt.
Seit diesem Zeitpunkt veröffentlichen massenhaft Kölnerinnen und Kölner die Standorte, und ein Nutzer bastelte sogar eine Karte, die alle Koordinaten der Vögel verzeichnet. Das berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.
Bei den Kölnern sorgen die grünen Vögel für geteilte Reaktionen. Ein Großteil ist Feuer und Flamme und geht selbst auf die Jagd nach den Motiven. Einige bejubeln den geheimnisvollen Sprayer schon als den „kölschen Banksy“. Aber es gibt auch Kritiker. Für andere sind die Kunstwerke nichts weiter als „Verschmutzung“ oder simple „Schmierereien“.

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Ein Papageien-Graffiti am Eifelwall
Völlig im Dunkeln tappt man bei der Frage, wer für die Aktion verantwortlich ist. Im Gegensatz zu den berühmten Kuh-Bildern des Sprayers „The Kuhl Kid“ gibt es bei den Papageien keinerlei Unterschrift. Diese Heimlichtuerei hat vermutlich einen guten Grund: Ohne Genehmigung zu sprayen ist illegal und wird als Sachbeschädigung gewertet. Den Verantwortlichen drohen hohe Geldstrafen und ein Strafverfahren.

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Auch an dieser Hauswand in der Herwarthstraße befindet sich ein grüner Papagei.
Ob wegen der Papageien-Bilder schon Anzeigen eingegangen sind, konnte die Kölner Polizei auf Nachfrage nicht bestätigen. Klar ist aber: Illegale Wandbilder sind in der Domstadt ein Riesen-Thema.
Die Zahlen für 2024 sind deutlich: 2136 Mal wurde wegen Graffiti eine Sachbeschädigung angezeigt, was fast 20 Prozent aller solcher Delikte darstellt.
Doch wieso gerade Papageien? Die Wahl des Motivs ist wohl kein Zufall, denn die Antwort fliegt seit Jahrzehnten durch Köln.

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Ein Papageien-Graffiti an der Maybachstraße
Die grünen Halsbandsittiche sind aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Schätzungen gehen davon aus, dass die Population dieser Vögel in der Stadt zwischen 2000 und 3000 Exemplaren liegt.
Erstmals tauchten sie 1969 auf, wahrscheinlich Nachkommen von entflogenen oder freigelassenen Haustieren. Ihr Lieblingsplatz zum Nisten: Löcher in Hauswänden. Genau da, wo man jetzt auch ihre gesprayten Doppelgänger bewundern kann. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
