Köln – Zivilfahnder der Kölner Polizei haben vier mutmaßliche Drogendealer in Mülheim festgenommen und neben 190 Gramm Kokain ganze fünf Kilo Marihuana sichergestellt.
Was die Tatverdächtigen nicht wussten, die Ermittler waren am Tag zuvor schon mal da. Ein Anwohner gibt den Beamten den entscheidenden Tipp.
Große Menge Drogen
Er meldet der Polizei vergangene Woche, dass die Bewohner eines Miet-Apartments am Clevischer Ring/Ecke Seidenstraße größere Mengen Drogen lagern würden. Noch am gleichen Donnerstag schlagen die Kripobeamten vor Ort auf und lassen das Apartment öffnen. Doch niemand ist da.

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Innerhalb kürzester Zeit sind mehrere Streifenwagen vor Ort.
„Dafür lagen in der Bude 190 Gramm Koks und ein Kilo Gras. Das Zeug haben wir direkt sichergestellt“, so ein Ermittler zum EXPRESS. Dann beginnt das lange Warten.
Am Freitag tut sich etwas. Endlich kehren am Abend die Mieter des Apartments zurück und die Falle der Zivilbeamten schnappt zu. Die Polizisten nehmen erst drei Männer fest.
Vier Kilo Gras im Müllsack
Zwei 24-Jährige, die mit einem Ford Focus vorfahren und einen 22-Jährigen der in einem Jaguar F-Type vor dem Apartment-Hotel parkt. Einer der Verdächtigen hat einen Müllsack dabei, den er gerade im beschrankten Hinterhof hinter einem geparkten Auto verstecken will.

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Dieser Luxus-Sportbolide, ein Jaguar F-Type, gehört einem der Männer, die in der Nacht zu Samstag in dem Apartmenthaus festgenommen wurden.
In diesem Moment greifen die Fahnder zu. Treffer! In dem Sack befinden sich weitere vier Kilogramm Marihuana. Kurz darauf erscheint noch ein weiterer Komplize der drei Festgenommenen. Er parkt seinen Audi und will in das Drogenlager-Apartment. Auch er wird auf der Stelle festgenommen. „Wir gehen davon aus, dass der 25-Jährige herkam, um einen Teil der Drogen mitzunehmen und weiterzuverkaufen“, so der Ermittler.
Nach Vernehmung vorerst frei
Drei der vier Männer werden mit zur Vernehmung auf die Wache genommen. Der Jaguarfahrer (22) aber ist gesundheitlich so angeschlagen, dass er nicht vernehmungsfähig ist.
Auch die anderen drei werden nach ihrer Aussage wieder entlassen. „Aber das Strafverfahren wegen gewerbsmäßigen Drogenhandels läuft gegen alle vier und dafür werden sie auch zur Rechenschaft gezogen werden“, so einer der Beamten gegenüber EXPRESS.

