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Corona-Razzia in Köln Keine Unbekannte: Querdenker-Ärztin steht auf heikler Liste

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In Köln wurde die Praxis einer Ärztin durchsucht, die gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen haben soll. In Köln haben sich Beschwerden über Ärzte seit Beginn der Pandemie gehäuft.

Köln – Mit welchen Folgen muss eine Kölner Ärztin nach einer Corona-Razzia rechnen? Die Medizinerin aus Ehrenfeld hatte gegen die geltende Schutzverordnung verstoßen: Sie wurde in der Praxis ohne Maske erwischt, als Gesundheitsamt und Polizei am 27. Januar ihre Räume durchsuchten. In Köln häufen sich derzeit die Beschwerden über Arztpraxen, die mutmaßlich gegen die Corona-Regeln verstoßen. 

  • Razzia in Kölner Arztpraxis aufgrund von Verstößen gegen Corona-Regeln
  • Kölner Ärztin droht nach Razzia harte Konsequenzen.
  • Viele Beschwerden in Köln über Ärzte, die mutmaßlich Corona-Regeln nicht einhalten.

Die Ärztin aus Ehrenfeld ist den Behörden nicht unbekannt. Ihr Name steht neben weiteren Kölner Medizinern auf einer Liste auf der Internetseite des Vereins „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“.

Ehrenfeld: Kölner Ärztin auf Liste von Verein, der gegen Maskenpflicht ist

Auf der Internetseite gibt es mehrere Beiträge von Medizinern, die die Corona-Pandemie leugnen und Maßnahmen der Regierung anzweifeln. Dort gibt es auch einen Vordruck für diejenigen, die sich von der Maskenpflicht befreien lassen wollen. Sie könnten dann zu einem der Ärzte auf der Liste gehen, um sich ein solches Attest zu holen.

Im EXPRESS hatte die Ärztin aus Köln, deren Praxis jetzt durchsucht wurde, in einem Gespräch im August 2020 noch gesagt: „Es geht nicht um eine generelle Befreiung von Masken. Nur wenn eine Befreiung der Maskenpflicht aus gesundheitlicher Sicht notwendig ist, können Patienten ein Attest bekommen.“

Corona-Verstöße in Kölner Arztpraxen: Schon 54 Beschwerden

In ihrem Fall ermitteln nun die Ärztekammer und das Gesundheitsamt. Dort sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 54 Beschwerden gegenüber Arztpraxen eingegangen, die sich auf eine Missachtung der Corona-Schutzverordnung des Landes NRW beziehen. Laut Stadt wurden bisher in 47 Fällen Kontrollen durchgeführt, weitere sieben sind terminiert.

Wie Stadtsprecher Robert Baumanns auf EXPRESS-Anfrage erklärt, geht das Gesundheitsamt allen Beschwerden nach, „indem unangekündigte Überprüfungen der Arztpraxen durchgeführt werden“.

Stadt Köln überprüft Arztpraxen auf Einhaltung der Corona-Schutzverordnung

Baumanns erklärt, was dann auf die Praxen zukommt, wenn Missstände festgestellt werden: „Es werden bei Auffälligkeiten Maßnahmenpläne ausgestellt, die die Arztpraxis innerhalb eines kurzen Zeitraums nachweisbar umsetzen muss. Daraufhin erfolgt eine weitere Kontrolle, um die umgesetzten Maßnahmen zu kontrollieren. In elf der genannten 54 Fälle war die Erstellung von Maßnahmenplänen notwendig. In den weiteren Praxen ergaben sich vor Ort keine Hinweise auf einen fahrlässigen Umgang mit Schutzmaßnahmen“.

Wenn es etwa Hinweise zu falsch ausgestellten Attesten gibt, ziehe das Gesundheitsamt die Rechtsabteilung und das Ordnungsamt oder die Polizei hinzu. „Ebenfalls wird die zuständige Ärztekammer informiert und weitere Maßnahmen abgesprochen“, so der Sprecher.

Doch der Fall in Ehrenfeld scheint in Köln eine Ausnahme zu sein, wie der Sprecher schildert: „Weitere Fälle hinsichtlich behandelnder Ärzte der Querdenkerszene in Köln liegen aktuell nicht vor.“

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