„Werden wir nicht dulden“ Versuchter Brandanschlag auf Kölner Moschee, OB Reker spricht Klartext

Polizeieinsatz nach einem Brandanschlag auf die Moschee.

Nach dem Brandanschlag auf die Moschee am Freitag (19. November 2021) sichert die Polizei Spuren. 

Versuchte Brandstiftung an der Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld: Die Fahndung nach einem Tatverdächtigen läuft. OB Henriette Reker verurteilt die Tat nun mit scharfen Worten.

Köln. Der Staatsschutz ermittelt nach einer versuchten Brandstiftung an der Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld am frühen Freitagmorgen (19. November). Wie die Kölner Polizei mitteilt, wird nach einem Fahrradfahrer gefahndet.

Dieser soll nach ersten Erkenntnissen gegen 4 Uhr auf einem Gehweg zwischen der Moschee und der Bezirkssportanlage Benzin oder Diesel ausgeschüttet haben. Dabei wurde er von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes bemerkt und angesprochen.

Köln-Ehrenfeld: Brandstiftung an Moschee verhindert

Daraufhin ergriff der Unbekannte die Flucht. Einen halbvollen Kanister und mehrere Feuerzeuge ließ er am Tatort zurück. Eine Sprecherin der Moschee hatte die Polizei gegen 9.15 Uhr informiert.

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Derzeit sichert die Polizei Spuren am Tatort, wertet Videoaufnahmen aus und befragt Zeugen. Die Hintergründe sind noch unklar. Auch liegt noch keine Personenbeschreibung des Gesuchten vor.

Köln-Ehrenfeld: Oberbürgermeisterin verurteilt Tat mit klaren Worten

Sowohl die Oberbürgermeisterin als auch der Vorsitzende des Rates der Religionen und seine Mitglieder haben indes die versuchte Brandstiftung an der Zentralmoschee aufs Schärfste verurteilt. 

„Ein Anschlag auf ein Gotteshaus ist auch immer ein Anschlag auf unsere vielfältige, pluralistische und offene Gesellschaft, das werden wir hier in Köln nicht dulden“, erklärte Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Abend.

Die Mitglieder des Rates der Religionen distanzierten sich von jeder Art des Hasses und der Gewalt gegenüber Glauben- und Religionsgemeinschaften und sprachen den muslimischen Gläubigen ihre Solidarität aus. (jan)

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