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Wird das Bier knapp?Warn-Streik: Reissdorf stellt Produktion kurzfristig ein

Ein Reissdorf-Kölsch steht auf einem Tisch in Köln.

Die Kölner Reissdorf-Brauerei plant einen Warnstreik. Das Foto zeigt das Bier am 15. August 2022 in Köln.

Die Kölner Reissdorf-Brauerei hat einen Warn-Streik angekündigt. Die Produktion des beliebten Bieres wird kurzfristig ausgesetzt.

von Gianluca Reucher (gr)

Die Bier-Lust in Köln steigt immer weiter. Parallel dazu aber auch die Lust der Brauerei-Beschäftigten auf mehr Lohn. Jetzt hat die Kölner Reissdorf-Brauerei einen Warn-Streik angekündigt – die Produktion wird vorübergehend eingestellt.

So kommt es am Donnerstag (23. Februar 2023) von 12 Uhr bis 16 Uhr zu einem Stopp bei der Bier-Produktion von Reissdorf. Nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) soll das erst der Anfang sein. Mit etlichen Warn-Streiks sei zu rechnen.

Köln: Reissdorf-Brauerei stellt Bier-Produktion vorübergehend ein – das sind die Folgen

„Wenn das so weitergeht, haben wir bald einen Knoten in der NRW-Bierleitung“, meint die Geschäftsführerin der NGG Köln, Manja Wiesner, in Bezug auf die laufenden Lohnverhandlungen mit den rheinisch-westfälischen Brauereien.

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Die Forderung der NGG: Für ein Jahr 430 Euro mehr pro Monat für alle Brauerei-Beschäftigten. Azubis sollen 150 Euro mehr bekommen. Die rheinisch-westfälischen Brauereien drücken laut Wiesner hier allerdings „gewaltig auf die Bremse“.

„Mit gerade einmal 2,5 Prozent in diesem Jahr und einer gleichen Lohnerhöhung in 2024 plus je einer Einmalzahlung von 1000 Euro wollen sie eine ‚Bier-Lohn-Light-Lösung‘. Entsprechend gärt es gerade in den Belegschaften der heimischen Brauereien“, so Wiesner.

Die Reissdorf-Beschäftigten in Köln setzen nun ein erstes Zeichen. Statt Bier zu produzieren, fahren sie am Donnerstag ab 12 Uhr mit einem Doppeldeckerbus durch die Stadt, um sich Gehör zu verschaffen. Doch welche Folgen hat das für die vielen Fans der Marke?

Reissdorf-Geschäftsführer über den Warn-Streik: „Spielt bei uns keine Rolle“

Erst mal gar keine, wie Michael von Rieff, Geschäftsführer der Privat-Brauerei Heinrich Reissdorf GmbH & Co KG, auf EXPRESS.de-Anfrage mitteilt. „Bier haben wir genug da. Das spielt bei uns gar keine Rolle“, so von Rieff weiter.

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„Diese vier Stunden stören den Ablauf nicht wirklich. Es wird kleine Verschiebungen geben, aber das wissen wir ja und sind vorbereitet“, erzählt der Geschäftsführer gegenüber EXPRESS.de und ergänzt: „Wenn die wieder da sind, geht es normal weiter.“

Reissdorf-Fans müssen also nicht um ihr geliebtes Getränk bangen. Das geht so schnell natürlich nicht aus. Ob weitere Streiks folgen und andere Brauereien nachziehen werden, bleibt allerdings abzuwarten. (gr)