Kuriose Aktion Promis begleichen Wettschulden in Köln – hohes Spendenziel für das Ahrtal

Dieter Könnes sitzt mit Markus Wipperfürth bei einer Spendenaktion auf der Kölner Domplatte.

Alles für den guten Zweck: „SternTV“-Moderator Dieter Könnes (rechts) mit Markus Wipperfürth bei einer Spendenaktion zugunsten der Flutopfer aus dem Ahrtal am Freitag (1. Juli) auf der Domplatte in Köln. 

Für die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal hat es in Köln eine kuriose Spendenaktion gegeben. 

Wettschulden sind Ehrenschulden. Das galt auch für die beiden in der Ahrtal-Hilfe engagierten Promis Dieter Könnes (50) und Markus Wipperfürth (48). Der WDR- und „SternTV“-Moderator aus Viersen und der durch seine Facebook-Videos bekannt gewordene Agrarunternehmer aus Pulheim trafen sich auf der Domplatte, um eine Charity-Aktion für die Flutopfer zu puschen.

Bei der „Zusammengeld Challenge 2022“, die sich auf den Hashtag der Helfer-Community #zusammenhalt bezieht, sollen bis zum Jahrestag der Katastrophe am 14./15. Juli 500.000 Euro an Spenden gesammelt werden. Wipperfürth und Könnes sollten als Nominierte vom Ausgangspunkt 120.000 Euro die 200.000-Euro-Marke knacken. Und die Wetteinsätze hatten es in sich.

Köln: Dieter Könnes und Markus Wipperfürth sammeln Spenden für Flut-Opfer 

„Fällt die 150.000er-Marke, muss ich zehn Rosenköhlchen essen, bei 200.000 Euro sind es 20 – und ich hasse Rosenkohl“, stöhnte Könnes. Wipperfürth musste als Ur-Kölner und Hardcore-FC-Fan ein Mönchengladbach-Trikot tragen. Und es sollte noch fieser werden.

Als im Facebook-Livestream die Spenden nur so prasselten, die 150.000er-Marke fiel und die Passantinnen und Passanten vor Ort noch mal spontan 500 Euro sammelten, schob Wipperfürth Könnes genüsslich den Topf rüber. „Ich musste den ganzen Rosenkohl aufessen, das war wirklich die Höchststrafe“, sagte der durch die mehrteilige Reportage vom verwüsteten Ahrtal-Radweg bekannt gewordene Moderator – und das als Niederrheiner auch noch im 1. FC Köln-Trikot.

Doch auch der da noch grinsende Wipperfürth musste leiden. Als auf den mit Gladbach-Trikot, Assi-Perücke und Goldkette ausstaffierten Ahr-Helfer die Wasserbomben klatschten, fiel die 160.000er-Marke. Bis Mittwoch sollen es 200.000 Euro werden, dann sind die nächsten Nominierten dran: Hunde-Trainer Martin Rütter (52) und der mit 2,11 m größte Ahr-Helfer Tobias Schott.

Die Spenden gehen an das Helfer-Shuttle und die „Dachzeltnomaden“, die schon 260 Haushalten mit zig Tausend Arbeitsstunden beim Wiederaufbau geholfen haben.

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