Viel Geduld gefordertEinsatz an Kölner Weiher – „könnte schnell tödlich enden“

Ein Mann hält einen Kescher, in dem sich der Gecko befindet.

Copyright: Team für Tiere Köln

Geschafft! Das „Team für Tiere Köln“ (hier Jordan Wieland) konnte den Madagaskar-Taggecko am Aachener Weiher schließlich mit dem Kescher fangen. 

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Vielen anderen ist das Tier vermutlich gar nicht aufgefallen, einer jungen Kölnerin aber schon. Sie alarmierte sofort das „Team für Tiere Köln“ und rettete so dem kleinen Exoten das Leben.

Er hält sich gerne an Hüttenwänden oder in Bananenplantagen auf, liebt Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit. Und was macht „Lurchi“ dann bei Temperaturen um 20 Grad am Aachener Weiher?

Der Madagaskar-Taggecko ist dem „Team für Tiere Köln“ von einer besorgten Kölnerin gemeldet worden. Ihr war das exotische Tier auf einem Baum aufgefallen. 

Einsatz in Köln: Tagelang und mit viel Geduld

Die Tierretter rückten sofort aus. Doch der kleine Exot machte es ihnen nicht einfach. „Geckos sind nicht nur verdammt schnell, sondern gleichzeitig auch verdammt empfindlich. Einfach zugreifen, ist keine gute Idee“, erklärt Jordan Wieland vom „Team für Tiere Köln“.

Es habe deshalb einige Tage und jede Menge Geduld gedauert, bis „Lurchi“, wie er vom Team getauft wurde, in einer selbstgebauten Falle saß. Als das Team ihn abholen wollte, entwischte der Gecko allerdings. Wieland: „Zum Glück war unser Freund und Exoten-Kenner Marvin Kreft zur Stelle. Und mit vereinten Kräften konnten wir den kleinen Ausreißer schließlich per Kescher sichern.“ 

„Lurchi“ befindet sich jetzt auf einer Pflegestelle, wo er zur Ruhe kommen kann und fachgerecht versorgt wird.

„Wie der kleine Madagaskar-Taggecko überhaupt am Aachener Weiher gelandet ist, wissen wir nicht“, sagt Jordan Wieland, der allerdings einen Verdacht hat. „Die Vermutung liegt leider nahe, dass auch Lurchi ein Fall von ‚Wollen wir nicht mehr, setzen wir aus‘ sein könnte“, erklärt er. Und genau das könne für exotische Tiere schnell tödlich enden.

Der Gecko sitzt an einem Baum.

Copyright: Team für Tiere Köln

Der Madagaskar-Taggecko fiel einer Kölnerin an einem Baum am Aachener Weiher auf.

Jordan Wieland stellt klar: „Ein Tier, das in unseren Wohnzimmern gehalten wird, gehört nicht in die freie Natur – und schon gar nicht bei unseren Kölner Wintern.“

Um so mehr dankt er der jungen Frau, dass sie nicht weggeschaut hat, sondern das „Team für Tiere Köln“ (freut sich über Unterstützung per Paypal oder die Amazon-Wunschliste) informiert und bei der Sicherung von „Lurchi“ unterstützt hat.

„Ohne ihre Aufmerksamkeit und ihren Einsatz wäre Lurchi vermutlich nicht gefunden worden und hätte die kommenden Wochen mit großer Wahrscheinlichkeit nicht überlebt“, erklärt Tierretter Jordan Wieland.

Madagaskar-Taggeckos sind beliebt für die Haltung in Terrarien. Sie brauchen viele Klettermöglichkeiten, viel Licht, Luft und Raum sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit. Weil die Art in Deutschland so erfolgreich nachgezüchtet wird, ist sie seit 2005 von der Meldepflicht ausgenommen. Der rechtmäßige Erwerb und die Herkunft sind aber weiterhin nachweispflichtig.