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Kreative Idee statt Trübsal blasen Wie diese DJ's die Kölner Clubszene retten wollen

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Junge Kölner arbeiten an Hilfen für die Clubszene, auch die Kölschbar soll so in der Corona-Krise unterstützt werden.

Köln – Felix Holtgrave (27) ist Wahlkölner und liebt seine Stadt. Der angehende Textilingenieur hat sich zusammen mit zwei befreundeten DJ’s und seinem Cousin zusammengetan und fertigt nun Pullover im Festival-Stil und andere Hilfsprodukte für die Kölner Clubszene an.

Dabei ist den Kölnern klar, dass der klassische Festival-Sommer 2020 wohl ausfallen wird. Stattdessen kann jeder Kölner nun seinen Lieblingsclub oder seine Stamm-Bar, aber zumindest im Quarantäne-Festival-Look unterstützen.

Köln: Junge Kölner schließen sich für Clubs zusammen

Immer in der Hoffnung, dann umso schneller wieder in Kölner Bars sitzen und in den Clubs abtanzen zu können, bedruckt Felix gerade fleißig Hoodies und mehr.

„Bevor dieser ganze Corona-Wahnsinn losging, wollte ich meine Eltern in Nordhorn besuchen. Geplant waren zwei Tage“, erklärt er. Nun sitzt Felix seit der Corona-Krise aber in Nordhorn fest.

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Das MOWE-Team: Felix Holtgrave (links) arbeitet mit seinem Cousin Dorian Holtgrave zusammen.

Dort ist er aufgewachsen. Von Nippes aus hat er während seines Studiums im Rheinland für eine Agentur im hohen Norden gearbeitet. Doch Felix 'Hätz schläät för Kölle', wo er momentan nicht mehr hin kann. Deswegen läuft es bei ihm jetzt umgekehrt.

Von Nordhorn aus unterstützt der 27-Jährige zusammen mit zwei Kölner DJ’s und seinem Cousin die Kölner Club-und Barszene in der Corona-Zeit.

Club-Pendent zu ‚Veedelsretter‘- Konzentration auf Clubs

„Sowas wie die ‚Veedelsretter‘ für die Kleinkünstler gab es schon, deswegen wollten wir uns voll auf die Kölner Clubs und Bars konzentrieren“, erklärt Felix seine Idee. Außerdem sehe er das reine Gutschein-Prinzip als Kultur-Unterstützung etwas kritisch. Denn Gutscheine würden nur kurzzeitig helfen, bis zur Einlösung des Betrages. Dann sei das Geld wieder weg.

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Die Quarantäneville-Hoodies der Kölner: Die Hälfte der Einnahmen fließt in die Unterstützung der Kölner Clubs.

Nun hat er sich mit seinem Cousin und den DJ’s Branko (Sebastian Hespers) und Flimmy (Rene Tillmanns) eine Alternative dazu überlegt. Die kleine Agentur „Mowe“ ist nun komplett auf Merchandise-Produkte für die Kölner Läden spezialisiert.

„Quarantäneville“-Hoodie: Mit barem Geld unterstützen

Wer zum Beispiel einen „Quarantäneville“-Hoodie möchte, gibt online erst an, welchen Kölner Club er damit unterstützen will. Dann fließen 30 Euro des Gesamtbetrags direkt in die Unterstützung des Clubs.

Die Kölner hoffen schon bald komplett eigenständig produzieren zu können. Bisher kommt zum Beispiel der Hoodie noch vom zertifizierten Großhändler.

Doch den sogenannten Siebdruck-Aufdruck macht Felix im Homeoffice komplett selbst. Auf Vorrat produziert das Team aber nicht. Das Prinzip lautet: Zero Waste. Erst wenn die Bestellung bei Felix und seinen Kollegen ankommt, legen sie los.

6500 Euro für Kölner Clubszene: Aktion vorerst bis 13. April

Mit ihrer Aktion haben die Kölner schon mehr als 6500 Euro für die Kölner Clubszene eingenommen. Noch bis zum Ostermontag (13. April) können die „Quarantäneville“-Produkte bei Felix und seinem Mini-Team bestellt werden.

Hier lesen Sie mehr: Jeder kann mitmachen: Kölner setzen originelles „Danke”-Zeichen für Corona-Helden

Dann wollen sie entscheiden, ob es sich lohnt, weiterzumachen. Felix hofft sehr, dass das passiert. Am meisten freut er sich aber schon darauf, wenn er nach der Krise endlich wieder in Köln am Rhein in der Sonne sitzen kann.