E-Scooter im Rhein Erste Bergungs-Aktion startet: Täter bei der Kölner Polizei angezeigt

Verschlammte E-Scooter stehen an einer Mauer in Köln.

Im Rhein werden hunderte E-Scooter vermutet. Diese Roller wurden bereits aus dem Rhein geborgen.

Hunderte E-Scooter werden im Rhein bei Köln vermutet. Jetzt haben die Verleiher für Montag (6. September) eine erste Bergung beauftragt. Doch damit sind noch lange nicht alle Roller abgedeckt.

Köln. Ein Teil der im Rhein liegenden E-Scooter soll am Montag (6. September) an Land geholt werden. Beauftragt wird die Bergung von der Plattform Shared Mobility (PSM), einem Zusammenschluss der Scooter-Verleiher.

An insgesamt 105 Orten wurden versenkte Scooter gefunden, nachdem ein Sonarboot im August den Rhein im Innenstadtbereich abgesucht  hatte, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“ nach Angaben von PSM.

60 E-Scooter werden aus Rhein geborgen

Die Scooter-Anbieter haben Bautaucher beauftragt, zunächst 60 der georteten Roller aus dem Rhein im Bereich des Rheinauhafens zu bergen. Die Aktion soll über zwei Tage dauern, erklärt PSM-Sprecher Sebastian Schlebusch dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Danach könnten jedoch noch weitere Bergungen folgen. Die Scooter sollen schließlich zerlegt und recycelt werden, versichert Schlebusch.

Mehrere hundert Scooter werden an der Hohenzollernbrücke vermutet

Die PSM habe noch nicht alle Bereiche des Rheins untersucht, weshalb sie noch nicht auf die hohe Zahl an Scootern gekommen ist, die Taucher vor einigen Monaten gefunden hatten. Allein im Bereich der Hohenzollernbrücke sollen das mehrere hundert Stück gewesen sein.

Teilweise liegen die E-Scooter dort jedoch in der Fahrrinne, erklärt Schlebusch. Daher müssten Spezialkräfte für die Bergung eingesetzt werden. Die Kranschiffe seien aber momentan noch mit der Beseitigung der Flutschäden beschäftigt.

Aber wer sind diejenigen, die E-Scooter einfach so in den Rhein geworfen haben? Das sei schwer zu ermitteln, erklärt Jan Halberstadt vom Scooter-Verleih Tier. Die Unbekannten seien nicht die registrierten Kunden, sondern Passanten. Vereinzelt habe das Unternehmen sogar Taten über Social Media ausfindig machen und bei der Polizei anzeigen können. (cab)

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