Abo

Warum bekommen die das hin?Streik in Köln und Düsseldorf – mit einem großen Unterschied

Aufgrund des Warnstreiks fahren auch am Mittwoch keine Bahnen der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB).

Copyright: Arton Krasniqi

Aufgrund des Warnstreiks fahren auch am Mittwoch keine Bahnen der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB).

Aktualisiert

Kuriosum am Streik-Mittwoch. In Köln fahren keine Bahnen – in Düsseldorf aber schon.

Keine Stadtbahnen und nur wenige Busse: In diversen Städten von Nordrhein-Westfalen ist der Nahverkehr weitgehend lahmgelegt. Auch Köln und Düsseldorf sind betroffen.

Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag bestreikt Verdi KVB und Rheinbahn. Allerdings sorgt ein Detail für Frust bei den Kölnerinnen und Kölnern.

Streik! Keine Bahnen in Köln – in Düsseldorf aber schon

Es geht um den Streik-Mittwoch. Am 18. März sind Mitarbeitende aus den Werkstätten sowie aus dem Bereich Infrastruktur zum Streik aufgerufen. Das gilt für Köln und Düsseldorf.

Während in Köln am Mittwoch die Busse fahren, bleiben die Bahnen in den Depots.

Die KVB begründet das so: „Die Stadtbahnen fahren nicht, da Fahrzeuge, die auf der Strecke liegen bleiben würden, nicht repariert oder auf die Betriebshöfe geschleppt werden könnten. Defekte Busse dagegen könnten vom übrigen Verkehr umfahren und gegebenenfalls von externen Unternehmen abgeschleppt werden.“

In Düsseldorf sieht das anders aus. Dort fahren am Mittwoch Busse und Bahnen der Rheinbahn wie gewohnt – obwohl auch die Werkstätten bestreikt werden.

Warum bekommt Düsseldorf das hin und Köln nicht?

Auf EXPRESS.de-Anfrage erklärt eine Sprecherin der Rheinbahn: „Wir lassen unsere Busse und Bahnen am Mittwoch planmäßig fahren. Grundlage dafür ist, dass wir im Vorfeld alle denkbaren Szenarien geprüft und entsprechende Vorkehrungen getroffen haben.“

Weiter heißt es: „Für uns steht ein sicherer und stabiler Betrieb an erster Stelle. Dazu gehört, dass wir auf mögliche betriebliche Störungen jederzeit angemessen reagieren können. Diese Voraussetzungen sind aus unserer Sicht für Mittwoch erfüllt.“

Am Donnerstag geht der Streik dann wieder synchron weiter. Dann fallen in Düsseldorf und Köln wieder Bahnen und Busse aus.

Seid ihr vom Warnstreik in Köln betroffen? Müsst ihr zu eurer Arbeitsstelle und wenn ja, wie kommt ihr hin? Welche Folgen hat der Streik für euch?

Hau raus!

Werde Leserreporter/in

Der Tarifkonflikt dreht sich um die Arbeitsbedingungen der etwa 30.000 Beschäftigten in rund 30 kommunalen Verkehrsbetrieben in NRW. In den bislang zwei Verhandlungsrunden ist keine Einigung erzielt worden. Die Tarifverhandlungen werden ab dem 24. März in dritter Runde fortgesetzt.

Verdi NRW will die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich verkürzen. Die Ruhezeit zwischen zwei Schichten soll außerdem von 10 auf 11 Stunden erhöht werden. Der Zuschlag für Sonntagsarbeit soll von 25 Prozent des Stundenentgelts auf mindestens 40 Prozent steigen. (mit dpa)

Die Polizei Köln sucht Zeugen nach einem Raubüberfall. (Symbolfoto)

XY-Fall aus Köln

Mann in Wohnung brutal überfallen und ausgeraubt