„Du kommst nicht rein“ Partygäste erheben schweren Vorwurf gegen Kölner Nachtclub

Partygäste sitzen im Kölner Club Klapsmühle

Ein Vorfall am Samstag (2. Oktober) an der Tür der „Klapsmühle“ auf den Kölner Ringen, hier eine Aufnahme vom September 2020, sorgte für Ärger.

Zwei junge Männer, die am Wochenende nicht in die „Klapsmühle“ auf den Kölner Ringen durften, erheben schwere Vorwürfe gegen den Club. 

Köln. Ärger auf den Kölner Ringen. Der Partygast Timo (20) wollte mit einem Freund am Samstag (2. Oktober) in den bekannten Nachtclub „Klapsmühle“. Doch der Begleiter wurde nicht reingelassen.

Jetzt erheben die beiden schwere Vorwürfe. Der Begleiter sei aufgrund seines ausländischen Aussehens vor der Tür abgewiesen worden. Die beiden Jungs sehen ein Rassismus-Problem in dem Fall. EXPRESS.de fragte bei der „Klapsmühle“ nach.

„Du ja, du nicht“, so ungefähr sei es am Wochenende abgelaufen, schildert Timo, der mit seinem iranischstämmigen Kumpel zum Feiern in den Club wollte. „Ich wäre reingelassen worden, er aber nicht – weil der Club gerade so überfüllt sei. Aha“, sagt er.

Köln: Partygäste erheben Rassismus-Vorwurf gegen „Klapsmühle“ 

Er sagt weiter: „Das Ganze wurde begründet, indem die Türsteher vorher gefragt haben: Seid ihr Stammgäste? Da ich schon einmal da war, hätte ich rein gedurft, er nicht. Komisch nur, dass alle deutsch aussehenden 20 Leute nach uns, die wir beobachtet haben, nicht gefragt wurden, ob sie Stammgäste seien. Sie konnten natürlich in den ,überfüllten' Club rein. Bitte, bitte geht dort nicht hin. Einfach nur rassistische Leute, die dort arbeiten.“ Den Vorfall schilderte Timo auch auf Twitter.

Im Internet gibt es zahlreiche Einträge mit ähnlichen Vorwürfen gegen die „Klapsmühle“ in Köln, aber auch gegen andere Clubs. Ausländer bräuchten gar nicht hinzugehen, da sie eh abgewiesen würden, so der Tenor der meisten Einträge. Andere Nutzer thematisieren die Situation auch auf der Instagram-Seite des Kölner Nachtclubs.

Köln: Nachtclub „Klapsmühle“ reagiert auf Rassismus-Vorwurf

Rassismus an der Tür? EXPRESS.de fragte bei der „Klapsmühle“ nach. Mitarbeiter Jörg Hohlbein, der auf den Ringen als „Schorse“ bekannt ist, weist den Vorwurf entschieden zurück.

„Wir sind alles andere als ausländerfeindlich. Mehr als die Hälfte unserer Belegschaft hat ausländische Wurzeln. Das spielt für uns aber gar keine Rolle und wir verstehen eigentlich gar nicht, warum wir uns für einen solchen Vorwurf rechtfertigen müssten.“

Erst kürzlich seien die Türsteher der Klapsmühle angewiesen worden, die abgewiesenen Personen zu dokumentieren, weil sich der Club nicht das erste Mal mit diesem Vorwurf konfrontiert sieht.

„Klapsmühle“: „Das hören wir leider oft, wenn Leute nicht rein dürfen“

Schorse: „Das hören wir leider oft, wenn Leute nicht rein dürfen. In den letzten Wochen haben wir 150 Leute abgewiesen, davon waren laut unseren Türstehern 30 Ausländer. Wer schon mal in einem Club gewesen ist, müsste wissen, dass wir Betreiber darauf achten, dass das Publikum passt. Gruppen mit Frauen kommen immer rein, weil Frauen den Laden ziehen.“

Zudem würde Corona immer noch seinen Beitrag leisten, wie der Mitarbeiter erzählt: „Wir lassen derzeit nur 800 Personen rein, obwohl wir mehr dürften. Von unseren Gästen sind 90 Prozent Stammgäste, die unsere Türsteher alle kennen. Bei dem Rest achten wir sehr genau darauf, wer reinkommt. Das Erscheinungsbild und die Mischung müssen passen. Wie überall, gilt auch bei uns, ab einer bestimmten Zeit: voll ist voll!“

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