Nach „Türkei-Demo“ Eskalation wegen „Graue Wölfe“-Aufkleber – Mann schwer verletzt

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Die Angreifer gingen auf diesen Audi TT los – der Fahrer wurde bei der Attacke schwer verletzt.

Köln – Aufregung am Sonntagabend in der Keupstraße in Köln-Mülheim: Dort wurde nach der „Türkei-Demo“ in der Innenstadt der Fahrer eines Audi TT angegriffen und verletzt.

Beim Einparken entdeckten etwa 60 PKK-Anhänger einen Aufkleber der „Grauen Wölfe“ am Wagen.

„Graue Wölfe“ ist die Bezeichnung für Mitglieder der rechtsextremen türkischen Partei der Nationalistischen Bewegung (Milliyetçi Hareket Partisi, MHP), die 1961 von Alparslan Türkeş gegründet wurde.

verletzter

Der verletzte Audi-TT-Fahrer wurde von Rettungskräften abtransportiert.

Mit Holzlatten gingen die Männer auf das Auto und den Fahrer los. Der Mann wurde schwer verletzt, der Audi TT demoliert. Die Scheiben wurden eingeschlagen, die Reifen zerstochen.

Nach EXPRESS-Informationen soll das Opfer mit einem Messer verletzt worden sein.

Bis zum späten Abend war ein Großaufgebot der Polizei vor Ort.

Weitere Einsätze im Rahmen der Demo

• Im Bereich der Turiner Straße warfen Gegendemonstranten Flaschen- und Böller. Um diese gewalttätigen Angriffe zu stoppen, setzten Polizisten Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Polizisten verfolgten die flüchtenden Störer und nahmen ca. zwanzig von ihnen wenig später auf dem Eigelstein in Gewahrsam.

Gegen erkannte Straftäter leiteten die Einsatzkräfte entsprechende Ermittlungsverfahren ein.

• Gegen 17.40 Uhr kam es auf der Domplatte zu einer Schlägerei zwischen türkischen und kurdischen Männern. Polizisten griffen auch hier sofort ein und nahmen die vier Beteiligten ebenfalls in Gewahrsam.

• In der Abreisephase kam es im Bereich der Domplatte zu Auseinandersetzungen zwischen den politischen Gegnern. Einsatzkräfte der Polizei zeigten auch hier das im Vorfeld angekündigte konsequente Einschreiten. Mit Schlagstöcken und Pfefferspray trennten die Beamten die Parteien.

(cru und mt)

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