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Kein Sex mit geimpfter Frau Kölner Intensivmediziner berichtet Unfassbares

Dr. Gunther Quinkler steht im Krankenhaus an einem Krankenbett.

Dr. Gunther Quinkler (61) ist Chef der Fachabteilung für Innere Medizin und Intensivmedizin des St. Agatha Krankenhauses in Köln.

Ärzte und Klinikpersonal müssen in der Corona-Zeit vieles stemmen. Was der Kölner Intensivmediziner Gunther Quinkler berichtet, klingt zum Teil unglaublich. 

Vor Kurzem stand er noch in der Kölner Einkaufsstraße und machte Werbung fürs Impfen. Doch eigentlich ist Dr. Gunther Quinkler (61) Chef der Fachabteilung für Innere Medizin und Intensivmedizin des St. Agatha Krankenhaus – und da hatte er besonders in der Welle der Delta-Varianten alle Hände voll mit Corona-Patientinnen und -Patienten zu tun.

Im Gespräch mit EXPRESS.de erzählt er unter anderem von frustrierenden Diskussionen mit Impfgegnerinnen und Impfgegnern und einem besonders dramatischen Fall. 

Kölner Intensivmediziner: Es läuft grundsätzlich immer gleich ab

Es laufe grundsätzlich immer gleich, erklärt Gunther Quinkler aus Köln. „Wir nehmen die Leute auf, stellen fest, dass sie positiv sind. Sie werden isoliert und anhand der Sauerstoffkonzentration im Blut sieht man indirekt, wie sich die Lunge entwickelt.“ Fällt die Konzentration ab, erhalten die Patientinnen und Patienten zunächst Sauerstoff in die Nase. 

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Doch wenn erst einmal die Lunge befallen sei, käme es zu einer regelrechten Kaskade des Befalls. Die Patientinnen und Patienten bräuchten mehr Sauerstoff, müssten auf die Intensivstation verlegt werden. Quinkler: „Wenn auch das nicht reicht, muss man auf eine Maskenbeatmung übergehen, wo mit einer Maschine mit positivem Druck der Sauerstoff in den Menschen reingepumpt wird.“ Am Ende steht die Beatmung über einen Schlauch, der in die Luftröhre reingesetzt wird. 

Dr. Gunther Quinkler aus Köln schildert dramatischen Fall 

„Den Verlauf kann man voraussehen. Bei der Corona-Problematik hat es sich teilweise sehr schnell entwickelt, binnen weniger Stunden, da konnte man zugucken, wie sich der Zustand der Patientinnen und Patienten verschlechtert hat“, erzählt der Intensivmediziner.

Bei einem älteren Herren zum Beispiel sei es binnen eines Tages passiert. „Er war völlig klar im Kopf und hat seine Meinung äußern können. Das wollen wir natürlich auch. Aber er war natürlich nicht geimpft, konnte das gar nicht einsehen, was da auf ihn zukam, die Angehörigen auch nicht. Wir wollen, dass der Patient selbst entscheidet, was er duldet und was nicht. Das ist die Rechtslage. Aber wir versuchen, möglichst gut zu beraten und Behandlungen zu empfehlen. In dem Fall war es so, dass er sich dagegen entschlossen hat.“ 

Über 80-jähriger Patient verließ Kölner Klinik – trotz starker Symptome 

Der über 80-Jährige habe bereits starke Symptome gehabt, sei zunehmend erschöpft gewesen. Quinkler: „Die Lunge war schon weiß, zum großen Teil mit Lungeninfiltrationen behaftet.“ Dennoch sei er auf eigenen Wunsch und auf Veranlassung der Angehörigen abgeholt worden. „Es ist ein großes Dilemma für uns, wenn so etwas passiert – und es dann auch noch so ausgeht.“

Der Rentner kam von der Intensivstation direkt nach Hause. „In diesen zwei, drei Stunden, die er zu Hause war, hat er eigentlich seine Lebenschance vertan“, so der Intensivmediziner. Der alte Herr habe vorher schon schlecht Luft bekommen, zu Hause hab sich sein Zustand aber dramatisch verschlechtert. „Die Corona-Verschlechterung ist ja praktisch Ersticken auf Raten.“ 

Man würde versuchen, es durch eine tiefere Atmung auszugleichen, doch irgendwann gehe das nicht mehr. „Der Sauerstoffgehalt ist mit der normalen Atmung nicht mehr zu heben, dann geht das nur noch mit einer Maschine“, erklärt Quinkler.

Älterer Herr soll von zu Hause zurück in Klinik und stirbt auf dem Weg

„Luftnot ist eigentlich eine sehr dramatische Situation – dass dann jemand sagt, ich gehe jetzt nach Hause und meint, das stimmt alles gar nicht... Aber er muss ja gemerkt haben, dass es doch stimmt.“  Angehörige hätten dann den Notarzt alarmiert und der ältere Herr sollte erneut ins Krankenhaus gebracht werden – er sei jedoch im RTW in der Einfahrt zur Klinik verstorben. 

„Wir leiden schon sehr darunter. Aber diese spezielle Situation, dass Leute bei so schweren Erkrankungen abgewunken haben, haben wir bislang nur zweimal erlebt. Beide an einem Tag. Im zweiten Fall konnten wir den ebenfalls älteren Herrn dann nicht erneut aufnehmen, weil unsere Intensivstation voll war. Er musste dann im RTW in ein Krankenhaus weit außerhalb Kölns gefahren werden“, erzählt er.

Kölner Intensivmediziner: „Impfen an sich ist ja eine Banalität “

Es nehme viel Zeit ein, mit Patientinnen und Patienten, die sich nicht impfen lassen wollen, zu diskutieren. „Das ist sehr frustrierend und ermüdend. Man redet relativ lange, aber man findet keine gemeinsame Ebene.“ Einer habe ihm erklärt, dass ihm die Freiheit über alles gehe und er sich fühle wie ein Samurai, der durch einen Wald läuft. 

Impfen an sich sei ja eine Banalität, sagt der Kölner Intensivmediziner. „Es wird ja nur die Produktion eines Eiweißstoffes angeregt. Aber manche Leute haben überhaupt keine Ahnung, glauben zum Beispiel, es gäbe eine Genmutation. Es gibt Männer, die schlafen nicht mehr mit ihrer geimpften Frau, weil sie nicht dieses ‚Genzeugs‘ in sich hereinkriegen wollen. Das ist ja kranker Unfug. Das sind Storys, da kann man nur mit dem Kopf schütteln, da kann man nichts zu sagen.“ 

Kölner Arzt Gunther Quinkler ist selbst nicht für eine Impfpflicht

Es sei nicht rational. „Es ist emotional, mit Ängsten besetzt, mit  Freiheitsgedanken: Ich entscheide selbst, was ich will.“ Er sei kein  Befürworter der Impfpflicht, sagt Gunther Quinkler. „Jeder soll glücklich werden. Wobei wir hier das Problem haben, dass die ganze Gesellschaft unglücklich wird und man sich schon am Riemen reißen soll, damit wir den Spuk loswerden. “

Einige würden ihre Individualität so in den Vordergrund schieben, dass das mit einer Gesellschaft, in der wir leben wollen, nicht in Einklang stünde. Quinkler: „Das ist ungerecht gegenüber der Mehrheit. Aber es entspricht dem Zeitgeist: Ich, ich, ich. Man fragt sich nur, wie viele solcher Menschen die Gesellschaft aushält.“ 

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