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Kein Konzept?Kölnerin erhebt Vorwürfe nach Wartedrama – jetzt äußert sich Swatch

Menschen warten in einer Schlange vor dem Swatch-Store, vor dessen Tür stehen zwei Security-Mitarbeiter.

Copyright: Alexander Schwaiger

Auch am Montag (18. Mai 2026) gabe es eine lange Warteschlange vor dem Swatch-Geschäft auf der Schildergasse. 

Die Kölnerin Melanie Kilbinger (41) wollte ihrem Freund mit einer „Royal Pop“ eine Freude machen und erlebte ein Wartedrama. Gab es kein Sicherheitskonzept? 

Der Verkaufsstart der „Royal Pop“ hat auch in Köln für lange Schlangen und Chaos gesorgt. EXPRESS.de-Leserin Melanie Kilbinger erlebte vor dem Swatch-Store auf der Schildergasse ein regelrechtes Wartedrama, wurde eingequetscht und hatte Todesangst.

„Es gab keine ausreichenden Absperrungen, keine klare Reihenstruktur und offensichtlich kein funktionierendes Sicherheitskonzept für die große Anzahl an Personen“, schrieb die Kölnerin daraufhin an Swatch. Auch EXPRESS.de hakte beim Unternehmen nach, wollte unter anderem wissen: Gab es in Köln ein Konzept von Store-Manager und Security? Wenn ja, wie sah das aus? 

Chaos bei „Royal Pop“-Verkaufsstart in Köln: So reagiert Swatch

„In der Tat ist die Resonanz für die Royal Pop Kollektion weltweit phänomenal und die Nachfrage immens hoch. Es kam in rund 20 Swatch Läden von weltweit 220 Swatch Stores, in welchen die Royal Pop lanciert wurde, zu Problemen am Lancierungstag, weil die Schlangen von interessierten Personen so enorm lang waren und die Organisation von einigen Shopping Malls für diesen Ansturm nicht ausreichend war“, gibt Swatch zu. 

Kurz gesagt, sei es wie beim ersten Tag der Lancierung der MoonSwatch Kollektion im März 2022 gewesen. Das Unternehmen weiter: „Wie auch bei der MoonSwatch hat sich dies nach dem Lancierungstag nun etwas ‚normalisiert‘, vor allem, nachdem wir nochmals kommuniziert haben, dass die Royal Pop Kollektion über mehrere Monate erhältlich sein wird.“

Auf Köln konkret geht Swatch nicht ein. Hier hatte sich auch am Montag wieder eine lange Schlange vor dem Geschäft gebildet. 

Melanie Kilbinger (41) hatte gemeinsam mit ihrer Schwester Sabrina (38) von Freitag auf Samstag fast 20 Stunden dort ausgeharrt, um eine „Royal Pop“ (Sonderedition von Swatch und Audemars Piguet) für ihren uhrenverrückten Freund zu erstehen. 

Melanie Kilbinger und ihre Schwester sitzen auf Campingstühlen in einer Reihe wartender Personen.

Copyright: Melanie Kilbinger

Die Kölnerin Melanie Kilbinger (l.) und ihre Schwester Sabrina hatten sich am Freitag (15. Mai) vor dem Swatch-Store in Köln eingereiht. Am Samstag (16.) startete um 10 Uhr der Verkauf der gehypten "Royal Pop".

Die Schwestern hatten lediglich rund 40 Personen vor sich und so gute Hoffnung, eine der bunten Taschenuhren zu bekommen. Am Ende standen rund 300 Menschen in der Schlange. Alles sei ruhig und friedlich gewesen, schilderte Melanie Kilbinger. Das änderte sich zum Verkaufsstart am Samstag um 10 Uhr.

„Die Menschenmasse wurde unkontrolliert zusammengedrückt“, erzählte die Kölnerin. Alle drängten nach vorne, so dass die 41-Jährige (wie fast alle anderen auch) am Ende leer ausging. Auf dem deutschen Instagram-Kanal von Swatch hieß es später, dass die Läden in Köln und Düsseldorf „unter Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit“ geschlossen würden. 

In ihrem Schreiben von Samstag an Swatch hat Melanie Kilbinger eine Erklärung gefordert, warum keine ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen getroffen wurden sowie eine angemessene Entschuldigung für das Erlebte. Sie hat bis jetzt von dem Unternehmen keine Antwort erhalten. 

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