Kölner DomGänsehaut-Gottesdienst für den Karneval: Einer blieb jedoch fern

Im Kölner Dom wurde am Mittwoch (4. Januar) ein „Domgottesdienst für Karnevalisten“ gefeiert.

von Bastian Ebel (bas)

Die Kirche und der rheinische Karneval – untrennbar miteinander verbunden. Wenn aber das erste Zusammentreffen seit drei Jahren im Hohen Dom zu Köln stattfindet, ist das mit einem besonderen Zauber versehen.

So geschehen am Mittwochabend (4. Januar 2023), als im Dom im ökumenischen Gottesdienst erhaben die Fanfaren der Domstädter erklungen: Einmarsch in einen Gänsehaut-Gottesdienst, zu dem mehrere hundert Menschen erschienen waren. Ob mit Krätzchen oder Schal, ob in Uniform oder mit Mantel – jeder Jeck kam anders in den Dom.

Kölner Dom: Gottesdienst für den Kölner Karneval 

Der Einladung von Stadtdechant Monsignore Robert Kleine und Stadtsuperintendent Bernhard Singer waren natürlich auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn und das „große“ und „kleine“ designierte Dreigestirn gefolgt.

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Sie hatten alles richtig gemacht, denn als die Flaggenträger in den Dom zu den Klängen der Domstädter einmarschierten, da wurde vielen klar, was sie so sehr vermisst hatten. Emotionen, Gänsehaut und ein Blick gen Himmel zu denjenigen, die nicht mehr mitfeiern können.

Apropos: Nicht mitfeiern konnte oder wollte Kölns Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Im Januar 2020 hatte er noch seinen Segen im Gottesdienst gegeben, doch der Zwist zwischen ihm und dem Festkomitee machte diese Zusammenkunft wohl unmöglich.

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Auch bei der Proklamation wird er nicht dabei sein, ebenso wird es nicht das sonst übliche Kaffeekränzchen im Erzbistum für das Kölner Dreigestirn geben.

Der Gottesdienst jedenfalls kann als wunderbarer Auftakt für eine „Session der Wundertüte“ gewertet werden: Kölns Jecke wissen nicht, was auf sie zukommt. Aber alle Parameter stehen zum Glück wieder auf „jeck“. Ab sofort auch mit dem Beistand von oben: Davon zeugt die „Karnevalskerze“ im Kölner Dom, die feierlich entzündet wurde und bis Aschermittwoch brennen wird. Alaaf und Hallelujah!