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Auch der Ex-Prinz war dabeiWenn jecke Mädels bei Männern im Tutu ausrasten

Der Elferrat der Willi Ostermann Gesellschaft hat das weibliche Publikum auf der Mädchensitzung mit einer Ballett-Einlage überrascht. Auch der Prinz der Vorsession machte mit.

Wenn die Willi Ostermann Gesellschaft zur berüchtigten Mädchensitzung ruft, dann wissen die jecken Mädels, dass etwas Besonderes passiert. Der große Sartory-Saal war erneut rappelvoll und die Stimmung kochte bereits von Anfang an über.

Zu Beginn stimmte Alexander Schumacher aus dem Shanty-Chor der StattGarde Colonia Ahoj das neue Einmarschlied des Elferrates an, das aus der Feder von Toni Steingass stammt. Doch statt des sehnsüchtig erwarteten Elferrats, zogen nur 40 Ostermänner durch den Saal und sorgten für ratlose Blicke.

Willi Ostermann Gesellschaft: Mädchensitzung mit Überraschung

Doch dann wurde plötzlich der Saal abgedunkelt und elfengleich tänzelte der Elferrat angeführt von Präsident Ralf Schlegelmilch zur Musik von Peter Tschaikowskis „Schwanensee“ auf die Bühne. Seit 1877 verzaubert das Ballett das Publikum, aber noch nie so wie bei den Ostermännern.

Im weißen Tutu erzählten die Tänzer mal mehr, mal weniger grazil vom Schicksal der Schwanenprinzessin Odette (Ralf Schlegelmilch) und des Prinzen Siegfried (René Klöver, Ex-Prinz der letzten Session und Ostermann-Ehrenmitglied).

Die Mädels rasteten komplett aus, als die Herren als weiße Schwäne über die Bühne schwebten. Und auch die Pirouetten, allen voran die von Schlegelmilch, der auf nur einem Bein im Kreis gedreht wurde, blieben unfallfrei.

Für den Auftritt hatte Verena, die Ehefrau von Thorsten „Totti“ Schmidt (Korpsführer des Corps à la suite der Prinzen-Garde) gesorgt. „Dir haben wir es zu verdanken, dass in den vergangenen Monaten aus elf naturbekloppten grauen Schwänen ein toller Schwanen-Trupp geworden ist“, bedankte sich Ralf Schlegelmich. „Ohne deine unendliche Geduld hätten wir das nicht geschafft.“

René Klöver beim Ballett des Elferrates.

Mit dem Elferrat tanzte auch René Klöver, Ex-Prinz der vergangenen Session und Ostermann-Ehrenmitglied.

Völlig aus dem Häuschen forderten die Mädels lautstark eine Zugabe. Die gab es aber erst beim umjubelten Auftritt der StattGarde Colonia Ahoj. Der Auftritt der schärfsten Schenkel Kölns versetzte die Mädels wieder in Ekstase. Als Dank für den mitreißenden Auftritt präsentierte sich der Schwanensee-Elferrat zur Freude der StattGarde und der Mädels im Saal nochmals als Balletttänzer.

Für so viel Einsatz und Freundschaft bedankte sich der StattGarde-Präsident Dieter Hellermann mit einer besonderen Geste. „Was schenkt man einer Gesellschaft, die schon alles hat? Gemeinsame Zeit!“, sagte er und lud die Ostermänner auf 111 Liter Kölsch in den „Leuchtturm“ ein.

Die StattGarde Colonia Ahoj auf der Bühne der Mädchensitzung.

Auch mit der StattGarde Colonia Ahoj tanzte der Elferrat der Willi Ostermann Gesellschaft.

Was es heißt, bei der Mädchensitzung der Willi Ostermann Gesellschaft auf der Bühne zu stehen, bekamen die Räuber bei ihrem Auftritt zu spüren. „Mädels, was macht ihr mit uns?“, rief Frontmann Sven West ins Publikum. „Ihr seid der absolute Wahnsinn. Wir kapitulieren, ihr bekommt eure Zugabe.“ Und auch die Höhner, Domstürmer, Klüngelköpp und Paveier gingen für die Mädels an ihre Grenzen.

Man darf jetzt schon gespannt sein, was sich die Ostermänner in der nächsten Session einfallen lassen, denn dann feiert die Gesellschaft ihr 150. Jubiläum.

Eine Nahaufnahme eines Pins an einer Jacke.

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